Dow Jones – technische Analyse

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Im Fall des Dow Jones-Index (ISIN US2605661048/ WKN 969420) greifen wir gerne auf die Darstellung eines Liniencharts zurück, denn eine mögliche Schwankung im Tagesverlauf führt oft zu einem Rauschen, das eine exakte Analyse unmöglich macht, so die Analysten der WGZ BANK.

Nachdem der amerikanische Index im letzten Betrachtungszeitraum nochmals habe zulegen können, sei er gestern exakt bis zu der oberen Begrenzung des Trendkanals angestiegen. Die historischen Höchstkurse würden auf Schlusskursbasis bei 14.165 Punkten rangieren. Da Indices eher selten eine Spitze ausbilden und sofort Richtung Süden drehen würden, sondern zunächst die Dynamik etwas nachlasse, erwarte man nun folgendes, kurzfristige Szenario: Der Dow Jones-Index schließe heute schwächer.

Dieses erste Abprallen könne als „Schuss vor den Bug“ der Bullen interpretiert werden, da nach kurzer Schwäche über ein paar Tage ein zweiter Anlauf möglich sei. Scheitere auch dieser Angriff auf die historischen Höchstkurse hätte sich gleichzeitig eine obere Wende-Formation ausgebildet. Breche der Kurs hingegen die obere Trendkanalgerade, gelte die Aufmerksamkeit der Analysten natürlich sofort der Marke von 14.165 Punkten. Werde auch diese Hürde genommen, sei der Weg nach oben prinzipiell frei. Anschließend werde zwar ein Rücksetzer auf den ehemaligen Widerstand wahrscheinlich, der dann aber als Unterstützung fungieren werde. Dann lägen die Analysten mit ihrer immer noch skeptischen Haltung falsch. Fraglich würde dann aber dennoch bleiben, welchen Einfluss eine solche Bewegung auf unseren heimischen DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) hätte und ob er in der Lage sein würde, seinerseits die historischen Höchstkurse zu überwinden.

Die Indikatoren würden sich unterdessen auf einem markant überkauften Niveau präsentieren. Gerade das MACD-Histogramm – im Prinzip nach oben hin offen – rangiere auf einem Niveau, auf dem es in der Vergangenheit sehr oft gedreht habe. Hieraus lasse sich sicherlich kein Verkaufsignal formulieren, zumal lediglich eine nachlassende Dynamik angezeigt werde. Dennoch sei diese Struktur als Hinweis zu verstehen, dass die Luft dünner wird und das Potenzial limitiert zu sein scheine. Ein ähnliches Bild liefere der RSI ab. Hier warte man auf Divergenzen, bevor man eine Verkaufempfehlung ausspreche.

Auch die letzten Gewinne des Dow Jones-Index hätten die Analysten noch nicht von ihrer skeptischen Haltung abbringen können. Erst mit Erreichen neuer Höchstkurse erwarte man weitere Zuwächse, die dann bei gut 10% lägen und damit immer noch einen Einstieg lohnend machen würden. (30.01.2013/ac/a/m)