Dow Jones – technische Analyse

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Der Dow Jones-Index (ISIN US2605661048/ WKN 969420) tendierte seit der letzten Betrachtung zwar nahezu seitwärts, konnte gestern aber – wie die europäischen Indices auch – zulegen, so die Analysten der WGZ BANK.

Die Interpretation der Analysten sei damit unverändert, nur durch einen markanten Anstieg könnte das amerikanische Aktienbarometer das Bild nochmals deutlich aufhellen.

Dabei gestehe man dem Index unter (sehr) kurzfristigen Gesichtspunkten weiterhin einen kurzen Anstieg zu, mit Blick auf mehrere Wochen erwarte man aber Kurse unter dem aktuellen Niveau. Passend dazu scheine sich im Chartbild ein Keil herauszukristallisieren. Bei einem idealtypischen Verlauf breche der Kurs zunächst nochmals kurz nach oben aus, drehe dann Richtung Süden und verletze schließlich die untere Gerade dieses Keils. Insofern seien Short-Positionen bei Kursen unter 13.900 Punkten angeraten.

Die Umkehrformation stelle aber nicht den einzigen Warnhinweis im Chart dar, denn die langen, unteren Lunten in den vergangenen Tagen würden vermuten lassen, dass eine enorme Kraftanstrengung der Bullen notwendig gewesen sei, um die zunächst generierten Verluste im jeweiligen Tagesverlauf wieder aufzuholen und zu eliminieren. Somit werde es immer schwieriger für die Optimisten, eine markante Aufwärtsdynamik im mittelfristigen Bild zu entwickeln.

Folgerichtig würden sich dann auch im Wochenchart erste Anzeichen einer Schwäche erkennen lassen. Die 2009 gestartete, langfristige Aufwärtsbewegung scheine zwar noch nicht auszulaufen, ein Rücksetzer über mehrere Monate – dann gefolgt von einer vermutlich finalen Welle – sei aber durchaus möglich. Dementsprechend würden sich auch die Indikatoren präsentieren. Erste Divergenzen seien zu erkennen, denn das MACD-Histogramm nehme bei leicht steigenden Kursen ab, dennoch fehle den Analysten hier zur Komplettierung des üblichen Musters noch eine letzte Spitze.

Man erwarte eine Schwächephase über mehrere Wochen, die zeitnah gestartet werde. Das genaue Timing sei aber sehr schwierig, da der Index zuvor nochmals kurz zulegen könne. Die Analysten würden daher erst mit Unterschreiten der Keil-Linie bei momentan 13.900 Punkten zu Short-Positionen raten. (20.02.2013/ac/a/m)