Dürre in den USA rückt wieder stärker in den Fokus des Weizenmarktes

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – In der vergangenen Woche konnten die Notierungen für Weizen an der CBOT um 5% zulegen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Mit 7,91 USD je Scheffel lägen die Weizenpreise allerdings noch immer deutlich unter der Spanne zwischen 8,50 und 9,00 USD je Scheffel, in denen sich die Preise über Monate gehalten hätten, bevor im Dezember der erst jüngst gestoppte Preiseinbruch begonnen habe. Dieser sei eher durch den etwas entspannteren Blick auf die laufende Saison 2012/13 bedingt gewesen – die Erwartungen an das weltweite Defizit seien reduziert worden – als durch den Blick auf die nächste Saison.

Das bereits lange diskutierte Thema Dürre beunruhige die Märkte nun mit Blick auf die Ernten 2013 wieder stärker, da noch immer kein Ende der Trockenheit in den wichtigen US-Anbaugebieten der Great Plains in Sicht sei, die die Ernte der Saison 2013/14 empfindlich zu verringern drohe. Aufgrund der Trockenheit seien die Weizenpflanzen im schlechtesten Zustand aller Zeiten in die Winterruhe gegangen. Preissteigernd habe letzte Woche auch eine Verdopplung der US-Exporte gegenüber der Vorwoche gewirkt. Auch die Terminkurve bei CBOT-Weizen impliziere steigende Preise im Jahresverlauf.

Die Anleger würden dagegen noch skeptisch für die Preisentwicklung bleiben: Laut den jüngsten CFTC-Daten zur Marktpositionierung gehe ein überwiegender Anteil der Anleger von fallenden Preisen aus. In der Woche zum 15. Januar hätten die Netto-Short-Positionen nach dem leichten Rückgang in der Vorwoche wieder auf 23 Tsd. Kontrakte zugelegt. (21.01.2013/ac/a/m)