Edelmetalle: Abverkauf einhergehend mit außerordentlich hohen Handelsvolumina

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – An den Edelmetallmärkten kam es gestern zu einem regelrechten Abverkauf, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Gold habe auf Schlusskursbasis 2,5% verloren und sei unter 1.560 USD je Feinunze und damit den tiefsten Stand seit 7,5 Monaten gefallen. In Euro gerechnet sei mit gut 1.170 EUR je Feinunze sogar ein 16-Monatstief verzeichnet worden. Noch stärker als Gold hätten die anderen Edelmetalle nachgegeben. Hier seien Verluste von zwischenzeitlich mehr als 4% zu beobachten gewesen. Offensichtlich sei der Markt gerade bei Platin und Palladium überhitzt gewesen – die Netto-Long-Positionen seien hier zuletzt auf Rekordniveaus ausgeweitet worden -, sodass eine Konsolidierung notwendig gewesen sei.

Der Preisverfall sei mit einem außerordentlich hohen Handelsvolumen an den Terminmärkten der New Yorker COMEX einhergegangen. So seien gestern bei Gold mehr als 280.000 Kontrakte gehandelt worden. Dies seien 67% mehr als im Durchschnitt der letzten sechs Monate gewesen. Bei Silber seien gut 160%, bei Platin fast das Doppelte und im Falle von Palladium mehr als das Dreifache der sonst üblichen Handelsvolumina umgesetzt worden.

Darüber hinaus habe der weltweit größte Gold-ETF, SPDR Gold Trust, für gestern Abflüsse von fast 21 Tonnen vermeldet, was dem größten Tagesabfluss seit 18 Monaten entspreche. Am Abend habe schließlich das veröffentlichte Protokoll der letzten FED-Sitzung ein Umdenken innerhalb der US-Notenbank angedeutet. So könnte das Volumen der Anleihenkäufe schon ab Mitte des Jahres reduziert werden, unabhängig von der Erholung des US-Arbeitsmarktes. Dies habe zu einer Aufwertung des USD gegenüber dem Euro geführt, was zusätzlichen Druck auf die Preise ausgeübt habe. (21.02.2013/ac/a/m)