Edelmetalle: Große Preisschwankungen während Bernanke-Rede

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Wie erwartet kam es während der Rede des FED-Präsidenten Bernanke vor dem Bankenausschuss des Senats zu größeren Preisschwankungen bei den Edelmetallen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Generell habe sich die Rede unterstützend auf die Edelmetallpreise ausgewirkt. Denn Bernanke habe „QE3“ verteidigt und betont, dass der Nutzen von „QE3“ derzeit noch die Kosten überwögen. Zudem solle die ultra-lockere Geldpolitik so lange fortgeführt werden, bis sich der Arbeitsmarkt deutlich verbessere. In seiner heutigen Rede vor dem Ausschuss des Repräsentantenhauses dürfte Bernanke diese Haltung nochmals unterstreichen. Spekulationen auf ein baldiges Ende der Anleihekäufe, welche in der vergangenen Woche durch das FED-Sitzungsprotokoll ausgelöst worden seien, würden dadurch einen Dämpfer erhalten.

Hiervon hätten in erster Linie Gold und Silber profitiert, die auf Schlusskursbasis um 1,3% bzw. 1,4% zugelegt hätten. Schon während der Rede seien diese beiden Edelmetalle binnen weniger Minuten von ihren Tagestiefs auf Tageshöchstwerte gestiegen. Bei Gold habe dies einem Anstieg um 35 USD entsprochen. Das gelbe Edelmetall habe im Zuge dessen auch wieder die Marke von 1.600 USD je Feinunze durchbrochen und halte sich heute Morgen weiter über diesem Niveau.

Gemäß Daten von Bloomberg sei es allerdings gestern den sechsten Tag in Folge zu Abflüssen aus den Gold-ETFs gekommen. In dieser Zeit seien die ETF-Bestände um mehr als 72 Tonnen reduziert worden. Seit Jahresbeginn würden sich die Abflüsse mittlerweile auf 102 Tonnen summieren. Dies könne den Goldpreis aber anscheinend nicht mehr belasten. Möglicherweise würden Finanzanleger bereits wieder Long-Positionen aufbauen, nachdem sie sich in den letzten Wochen stark aus dem Goldmarkt zurückgezogen hätten. (27.02.2013/ac/a/m)