Edelmetalle im Zuge der EZB-Zinsentscheidung und -Pressekonferenz vorübergehend unter Druck gekommen

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Die Edelmetalle kamen gestern im Zuge der EZB-Zinsentscheidung und vor allem der anschließenden Pressekonferenz vorübergehend unter Druck, da der US-Dollar zeitweise gegenüber dem Euro stark aufwertete, berichten die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Denn EZB-Präsident Draghi habe verbal gegen die jüngste Euro-Stärke interveniert. Unsere Volkswirte sehen allerdings das Abebben der Staatsschuldenkrise als Hauptfaktor hinter der Euro-Stärke, was positiv für den Konjunkturausblick ist, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets. Sie würden ferner davon ausgehen, dass die EZB eine Aufwertung des Euro tolerieren und die Leitzinsen nicht weiter senken werde. Während Gold in US-Dollar ausgedrückt auf rund 1.670 USD je Feinunze zurückgefallen sei, habe das gelbe Edelmetall in Euro gerechnet zwischenzeitlich auf ein Zwei-Wochenhoch von knapp 1.260 EUR je Feinunze zugelegt.

Die zuletzt verhaltene Entwicklung von Gold und der gleichzeitige merkliche Anstieg von Platin hätten dazu geführt, dass Platin im Laufe dieser Woche wieder um bis zu 60 USD je Feinunze teurer gewesen sei als Gold. Dies entspreche der höchsten Preisdifferenz zugunsten von Platin seit August 2011. Aufgrund von Sorgen über weitere Produktionsausfälle in Südafrika sollte sich der Preisanstieg von Platin nach Erachten der Analysten fortsetzen und Platin sollte seinen Preisvorsprung gegenüber Gold behaupten. (08.02.2013/ac/a/m)