Edelmetallmärkte kurzzeitig angeschlagen

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Der Goldpreis ist am Morgen auf ein Sechs-Wochentief von 1.630 USD je Feinunze gefallen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Der Goldpreis in Euro handle mit 1.220 EUR je Feinunze nur noch knapp über seinem Neun-Monatstief. Angesichts des negativen Momentums könne kurzfristig ein weiterer Preisrückgang in Richtung 1.600 USD bzw. 1.200 EUR je Feinunze nicht ausgeschlossen werden. Die Rückkehr Chinas aus den Neujahrsferien nächste Woche könnte dem allerdings entgegenstehen. China sei neben Indien der größte Goldkäufer der Welt und dürfte das gesunkene Preisniveau als Kaufgelegenheit erachten.

Auch die anderen Edelmetalle hätten sich dem Abwärtstrend zuletzt nicht entziehen können. Der Silberpreis, welcher sich seit Wochen im Schlepptau von Gold bewege, nähere sich erstmals seit Anfang Januar wieder der Marke von 30 USD je Feinunze. Der Platinpreis sei seit gestern um 40 USD gefallen und handle am Morgen unterhalb von 1.700 USD je Feinunze. Palladium, welches zur Wochenmitte bei knapp 780 USD je Feinunze ein 17-Monatshoch verzeichnet habe, habe seither ebenfalls um 15 USD nachgegeben. Angesichts der Aufhellung der Nachfrageperspektiven und der Angebotsrisiken würden die Analysten auch bei Platin und Palladium nur von einer kurzzeitigen Preisschwäche ausgehen.

Heute beginne das zweitägige G20-Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs in Moskau. Dabei dürfte auch über die Wechselkurspolitik gesprochen werden. Sollte es diesbezüglich zu unerwarteten Ergebnissen oder Erklärungen kommen, könnte dies zu Beginn der nächsten Handelswoche auch indirekte Auswirkungen auf Gold und die anderen Edelmetallpreise haben. (15.02.2013/ac/a/m)