Emerging Markets: Nach CNY und CNH kommt jetzt der „CNT“

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Gestern hat in Taiwan der institutionalisierte Handel mit der chinesischen Währung Renminbi Yuan (CNY) begonnen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Obwohl man sich dort mit dem inoffiziellen Währungskürzel „CNT“ abheben wolle, seien die Parallelen zum Finanzplatz Hongkong unübersehbar. Wie hier übernehme auch in Taipeh die Bank of China die Rolle einer Clearingbank für die zusätzliche Abwicklung von Zahlungen im Rahmen des“RMB Trade Settlement Scheme“. Infolge des offenen Interbankenhandels zwischen Taiwan und den weiteren Handelsplätzen für CNH sei eine weitgehende Vereinheitlichung der beiden Wechselkurse (CNH/USD und CNT/USD) zudem nur eine Frage der Zeit.

Die zusätzlichen Marktaktivitäten für lieferbare Termingeschäfte in Taiwan würden voraussichtlich den Trend eines abnehmenden Interesses an NDF zusätzlich verstärken. Auswirkungen stünden auch für den Wechselkurs des Taiwan-Dollars (TWD) bevor: Die Währung verzinse im Jahresbereich mit rund 1%, wodurch eine Umschichtung von Anlagevermögen in den knapp 2% mehr bietenden CNH attraktiv erscheine. Insgesamt trage die Einführung des CNT mit der Ausweitung der Markttiefe weiter zu der von der Regierung in Peking gewünschten Internationalisierung des Renminbi bei. Man dürfe schon jetzt auf mögliche Entwicklungen in Singapur und London gespannt sein. (07.02.2013/ac/a/m)