EU-Weizen profitiert von robuster Exportnachfrage

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Der Weizenpreis in Paris konnte sich in den letzten Monaten stärker entwickeln als der Weizenpreis an der CBOT, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Denn die EU-Weizenexporte würden sich aufgrund der schlechten Ernten in der Schwarzmeerregion dynamisch entwickeln. Sie würden nicht nur vom Vorjahresverlauf, sondern auch vom Fünfjahresdurchschnitt deutlich nach oben abweichen und sich seit Saisonbeginn im Juli auf 10,8 Mio. Tonnen summieren. Die EU-Kommission habe daraufhin ihre Erwartungen an den Export von EU-Weichweizen angehoben und entsprechend ihre Prognose für die Endbestände zum Saisonende um 400 Tsd. Tonnen auf 10 Mio. Tonnen reduziert. Mit Exporten von 14,9 Mio. Tonnen für die Gesamtsaison liege die Kommission aber in ihrer Prognose noch immer deutlich unter der Einschätzung des USDA in seinem jüngsten Bericht, selbst wenn man um eine unterschiedliche Zurechnung von Hartweizen korrigiere.

Preisunterstützende Nachrichten kämen auch aus den USA. Der Zustand der Winterweizenpflanzen im wichtigsten Anbaustaat Kansas habe sich weiter verschlechtert. Nur noch 20% der Pflanzen würden das Prädikat „gut“ oder „sehr gut“ erhalten. Vor einem Monat seien es noch 24% gewesen. Zum letzten Veröffentlichungszeitpunkt des nationalen Fortschrittsberichts Ende November seien in Kansas noch 29% und US-weit 33% in diese Kategorie gefallen. Noch dramatischer sei die Situation im ebenfalls bedeutenden Anbaustaat Oklahoma, wo aktuell nur noch fünf Prozent der Winterweizenpflanzen als gut und keine als sehr gut bezeichnet würden. (29.01.2013/ac/a/m)