EUR/GBP: Erholungsbewegung fortgesetzt

Frankfurt (www.fondscheck.de) – Das Britische Pfund hat bis in den Februar hinein weiter abgewertet und sogar erstmals seit Oktober 2011 wieder einen Ausflug über die Schwelle von 0,87 gemacht, so die Analysten der DekaBank.

Die Inselwährung habe sich dann aber mit den Äußerungen von EZB-Präsident Draghi zum Euro wieder etwas Luft verschaffen können, liege aber deutlich über der vormals angestammten Spanne von 0,78 bis 0,82. Die Bank of England dürfte mit der GBP-Abwertung zufrieden sein, denn sie habe zuletzt den realen Wechselkurs des GBP als mögliches Hemmnis für die wirtschaftliche Gesundung bezeichnet. Auf ihrer Februar-Sitzung hätten die britischen Währungshüter an ihrer geldpolitischen Ausrichtung festgehalten; sie würden aber die Einnahmen aus fällig werdenden Gilts in ihrer Bilanz reinvestieren. Für die Konjunktur gehe die Notenbank weiter von einer schwachen Erholung aus. Da sowohl der Euroraum als auch die Inselwirtschaft konjunkturell maue Zeiten durchleben würden, dürfte sich EUR/GBP in den kommenden Monaten mehr oder weniger um das aktuelle Niveau bewegen.

Auch hier habe der Euro seine Erholungsbewegung in den letzten Wochen fortgesetzt. Der Sprung über 0,8395/00 habe die Richtung zusätzlich verstärkt. Grundsätzlich dominiere auch hier der freundliche Euro-Unterton. Leicht überkaufte Indikatoren würden jedoch auch hier die Vermutung nahe legen, dass eine temporäre technische Erholung des GBP leicht favorisiert werde. Schlusskurse unterhalb von 0,8325 würden das freundliche Euro-Bild eintrüben.

Die Pro- und Contra-Argumente für den Euro und das Britische Pfund würden sich mehr oder weniger die Waage halten. Die Konjunkturaussichten seien für beide Währungsräume mau, und bei der Geldpolitik dies- und jenseits des Kanals stünden die Zeichen auf Stillstand. Der Gradmesser für die weitere Entwicklung dürfte daher die Stimmung an den Märkten zur europäischen Schuldenkrise sein. Die Analysten würden für die kommenden Monate erwarten, dass sich der Wechselkurs zwischen Euro und Britischem Pfund in engen Bahnen um das aktuelle Niveau bewegen werde. Eine große Aufwertungsfantasie gebe es weder für die europäische Gemeinschaftswährung noch für das Britische Pfund. Dennoch dürfte die britische Währung etwas Boden gutmachen. (14.02.2013/fc/a/m)