EUR/GBP geriet im Zuge der Euro-Korrektur unter Druck

München (www.aktiencheck.de) – Mit dem Statement des gestrigen FOMC-Treffens wussten die Devisenmärkte relativ wenig anzufangen, so die Analysten von UniCredit Research.

Auf der einen Seite habe die FED, vermutlich in Anlehnung an das zuvor veröffentlichte schwache Quartalswachstum, von einer Pause der Wirtschaftsaktivitäten über die vergangenen Monate gesprochen. Außerdem habe sich Esther George von der Kansas-FED als würdige Nachfolgerin von Jeff Lacker erwiesen, in dem sie aus Sorge vor einer inflationären Entwicklung gegen die üppige Liquiditätsversorgung der FED votiert habe. Auf der anderen Seite habe die FED jedoch ihre Risikoeinschätzung für das Wirtschaftswachstum zurückgenommen. Anstatt signifikanter Abwärtsrisiken seien nur noch Abwärtsrisiken ausgemacht worden.

Erst heute Früh hätten sich die Märkte für einen schwächeren EUR/USD entschieden; quasi ein Mix aus Gewinnmitnahmen angesichts des fast schon überkauften Bildes und der recht enttäuschenden deutschen Einzelhandelsumsätze. Auch habe gestern Frankreichs Regierung bereits ihr Unwohlsein über den Anstieg des Euro zum Ausdruck gebracht. Wenn man den jüngsten leichten Anstieg der Risikoindikatoren VIX und iTraxx Crossover hinzu rechne, plus etwas festerer Peripherie-Renditen, so würden sich aus Sicht der Analysten gegenwärtig keine allzu starken Antriebskräfte für EUR/USD ergeben. Dennoch sollte heute ein robuster deutscher Arbeitsmarktbericht das Währungspaar oberhalb 1,35 halten. Morgen ergäbe sich dann eventuell erneutes Aufwärtspotenzial, sofern US-Stellenaufbau und ISM-Index die Erwartungen übersteigen würden.

Im Zuge der Euro-Korrektur sei auch EUR/GBP unter Druck geraten. Hinzu gekommen seien nicht ganz so schwache britische Wirtschaftsdaten wie das GfK-Verbrauchervertrauen und die Hauspreise der Hypothekenbank „Nationwide“. Dennoch sehen die Analysten von UniCredit Research auch hier das Abwärtspotenzial begrenzt. An ihrem Ziel von 0,90 bis Mitte des Jahres würden sie festhalten. (31.01.2013/ac/a/m)