EUR/JPY – technische Analyse

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Seit Mitte November hatte sich der Euro zum Japanischen Yen mit Kursgewinnen beinahe überschlagen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Aus technischer Sicht habe die extrem hohe Aufwärtsdynamik nicht ewig halten können, auch weil das Anschlusspotenzial aus der großen Bodenbildung bis auf 127 mittlerweile ausgeschöpft gewesen sei. Mit dem Sturz unter den sehr steilen Aufwärtstrend seit November 2012 (akt. bei 125,29 JPY) scheine nun vorerst ein Punkt hinter die markante Hausse gesetzt worden zu sein. Die damit losgetretene Atempause besitze bisher überaus konstruktiven Charakter und dürfte die Euro-Bullen – auch mit Blick auf die auf Tagesbasis dominierenden Ausstiegssignale der technischen Indikatoren – zunächst bis in den Bereich der Sommerhochs 2011 bei 117,93/79 JPY und der Parallelen (akt. bei 117,31 JPY) zum flacher verlaufenden Aufwärtstrend seit Juli führen. Eine Rückkehr in den Trendkanal dürfte dann allerdings der Türöffner für ausgeprägtere Kursverluste darstellen.

Aus „Mangel an Alternativen“ sei erst die 90-Tages-Linie (akt. bei 113,4 JPY) als nächste Unterstützung auszumachen. Erst wenn im Anschluss ein Rücksetzer unter das Märzhoch 2012 bei 111,47 JPY und damit die Negierung der Bodenbildung drohe, stehe die mittelfristig günstige Perspektive auf dem Spiel. Da die Stochastik auf Wochenbasis gerade erst auf „Verkaufen“ umgeschwenkt sei, sollte man diese Option aber im Hinterkopf haben. (28.02.2013/ac/a/m)