Euro behauptet sich gegenüber dem Schweizer Franken

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – In den vergangenen Handelstagen hat der Euro gegenüber dem Schweizer Franken überraschend deutliche Kursgewinne verbucht, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Auch wenn das Verlaufshoch vom Freitag der vergangenen Woche bei mehr als 1,25 CHF nicht ganz habe verteidigt werden können, habe sich die Einheitswährung auch gestern zur Schweizer Valuta behauptet gezeigt. Während die Schweizerische Nationalbank (SNB) über Monate aktiv im Markt gegen eine Aufwertung des Franken interveniert und den Kauf von Devisenreserven aufgestockt habe, habe zum Jahresbeginn 2013 eine Beruhigung bei den Themen „Schuldenkrise in der Eurozone“ und „Fiskalklippe in den USA“ dafür gesorgt, dass eine „Flucht in sichere Häfen“ bei den Finanzmarktteilnehmern als weniger notwendig betrachtet worden sei und damit der Aufwärtsdruck auf den Franken nachgelassen habe.

Eine nachhaltige Erholung des Euro erscheine indes wenig realistisch, werde die SNB doch versuchen, zumindest einen Teil ihrer zusätzlich erworbenen Devisenreserven wieder abzustoßen, wenn es das aktuelle Marktumfeld erlaube. Zudem lägen bisher weder in der Eurozone noch in den USA langfristige Lösungsansätze zur Behebung der fiskalischen Probleme als Beschlussvorlage parat, so dass im weiteren Jahresverlauf immer wieder Phasen der Unsicherheit auftreten dürften, welche die Nachfrage nach vermeintlich sicheren Anlagealternativen begünstigen würden. Per Jahresende 2013 erwarte man Notierungen von 1,20 CHF.

Weiter auf Talfahrt befinde sich das Britische Pfund, das gestern handelsgewichtet auf den tiefsten Stand seit mehr als neun Monaten gefallen sei. Der Euro habe sich jenseits der Marke von 0,84 GBP festsetzen können und dürfte mit Blick auf das schwierige wirtschaftliche Umfeld in Großbritannien, die Verschlechterung der dortigen Staatsfinanzen, den drohenden Verlust des besten Kreditratings für den Inselstaat und eine sehr expansive Geldpolitik der Bank of England in den kommenden Monaten weitere Kursgewinne einfahren.

Die Bank of Japan habe angekündigt, nach Abschluss des bisherigen Asset-Kaufprogramms ab 2014 unbefristet Anleihen (primär T-Bills) zu kaufen und das Inflationsziel auf 2% zu verdoppeln. (22.01.2013/ac/a/m)