Euro erhält weiteren Auftrieb

München (www.aktiencheck.de) – Letzten Freitag hatte der Euro insgesamt noch einmal zulegen können, so die Analysten von UniCredit Research.

Der dritte ifo-Index-Anstieg in Folge, ein etwas zuversichtlicher gestaltetes Wachstumsbild seitens Draghis für das zweite Halbjahr und eine unerwartet starke Tender-Rückzahlung der EWU-Banken an die EZB hätten der Währung weiteren Auftrieb gegeben. Aufgrund des bevorstehenden Wochenendes und anstehender wichtiger Daten in dieser Woche hätten die Märkte jedoch vorerst davon abgesehen, EUR/USD noch näher an die psychologisch relevante Schwelle von 1,35 heran zu führen. Dies könnte jedoch schon diese Woche der Fall sein, sofern die globale Risikobereitschaft anhalte und neue Impulse hinzukämen. Diese Möglichkeit würden die Analysten vor allem von den US-Daten ausgehend sehen: Ein Stellenaufbau von rund 160k, ein ISM-Index oberhalb der Expansionsschwelle von 50, sowie das Ausbleiben von Gegenstimmen beim FOMC-Treffen zur Fortsetzung der expansiven Geldpolitik.

Das Ausmaß der globalen Risikobereitschaft, auch mitbegründet durch die Ausweitung der Maßnahmen der BoJ zur Deflationsbekämpfung, würden weiterhin für einen schwächeren JPY sprechen. Daran ändere auch nichts, dass sich Japans Finanzminister gegen Vorwürfe der Währungsmanipulation verwahrt habe. Ob bewusste Manipulation oder lediglich „benign neglect“, sei letztlich unerheblich. Die Märkte wissen, dass Japan bei den aktuellen Kursen nicht intervenieren wird, und sie mögen Carry, so die Analysten von UniCredit Research. Die anstehenden Daten dieser Woche könnten EUR/JPY durchaus deutlich über 123 hieven.

Eine weiter zunehmende Risikobereitschaft und schwächere Stimmungsindikatoren für die Schweiz (KOF- und PMI-Index) sollten EUR/CHF wieder näher an die marke von 1,25 heran führen. (28.01.2013/ac/a/m)