Euro gönnt sich Verschnaufpause

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Nach den massiven Kurzuwächsen vom vergangenen Freitag konnte der Euro zum Wochenstart keine weiteren Zuwächse zum US-Dollar aber auch Japanischen Yen verbuchen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Nachdem der Euro schon im Vorfeld eine positive Entwicklung gegenüber den beiden Währungen gezeigt habe, habe der Impuls seitens der hohen Rückführung von Liquidität aus dem ersten Dreijahrestender an die EZB zu keinem nachhaltigen Impuls gereicht – damit zeichne sich hier eine Verschnaufpause des Euro ab.

Zum Schweizer Franken scheine der Einheitswährung erneut im Bereich von 1,25 CHF die Puste auszugehen. Im Vergleich zum Britischen Pfund sei dem Euro gestern indes ein weiterer Zuwachs gelungen, die Marke von 0,86 GBP gerate damit in Schlagweite. Enttäuschende BIP-Zahlen im 4. Quartal und Probleme bei der Erreichung der Sparziele in Großbritannien hätten das Pfund weiter unter Druck gesetzt.

In den USA hätten die Auftragseingänge für langlebige Güter im Dezember überraschend kräftig um 4,6% gg. Vm. (Konsens: 2,0%) angezogen. Treibende Kraft des Anstiegs sei die US-Luftfahrtindustrie gewesen, die dicke Aufträge eingeheimst habe. Aber unter Ausschluss dieser volatilen Komponente würden sich Anzeichen einer Stabilisierung der Investitionsgüternachfrage feststellen lassen. Zuletzt hätten einige Vorlaufindikatoren auf eine Bodenbildung der Konjunktur in der Eurozone hingedeutet. Entsprechende Signale würden sich bei der Kreditnachfrage des privaten Sektors noch nicht ablesen lassen. Diese sei auf Basis von Daten der EZB im Dezember um 0,7% im Jahresvergleich (November: -0,8%) geschrumpft. (29.01.2013/ac/a/m)