Euro gönnt sich wohlverdiente Atempause

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Nachdem die Einheitswährung im Verlauf der letzten Woche auf breiter Front massiv aufwertete, kam es zum Wochenstart zu Gewinnmitnahmen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Dabei hätten fundamentale Veröffentlichungen keine Rolle gespielt – der Rückgang der Produzentenpreise in der Eurozone habe im Dezember mit 0,2% gg. Vm. in Höhe der Erwartungen gelegen. Vielmehr scheine sich der Risikoappetit der Anleger zum Wochenstart reduziert zu haben. So sei es an den Aktienmärkten zu Gewinnmitnahmen gekommen und bei Staatsanleihen der Peripherie hätten die Risikoaufschläge zum Teil deutlich angezogen. Grund für letzteres seien Sorgen um die politische Stabilität in Italien und Spanien. In diesem Umfeld würden dem Euro zunächst generell weitere Gewinnmitnahmen drohen, zum US-Dollar warte die nächste Unterstützung bei rund 1,34 USD.

Die Entscheidung der Australischen Zentralbank, ihren Leitzins unverändert bei 3,0% zu belassen, habe zu keinen großen Bewegungen an den Devisenmärkten geführt. Die Währungshüter würden aufgrund der Inflationsperspektiven den Spielraum für weitere Zinssenkungen sehen, sollte sich die Binnennachfrage wieder abschwächen. (05.02.2013/ac/a/m)