Euro profitiert von guten ifo-Zahlen

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Am Freitag gab es erfreuliche Konjunkturdaten aus Deutschland: Bereits den dritten Monat in Folge konnte das ifo-Geschäftsklima im Vergleich zum Vormonat zulegen und dabei den höchsten Stand seit Juni 2012 erzielen (104,2 Punkte), so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Getrieben worden sei der Zuwachs vor allem von einem Anstieg bei den Konjunkturerwartungen (+2,5 auf 100,5 Punkte). Aber auch die aktuelle Lage sei im Januar besser eingeschätzt worden als noch im Schlussmonat 2012 (+0,9 auf 108,0 Punkte). Dabei hätten nahezu alle Wirtschaftsbereiche eine Stimmungsaufhellung verzeichnet, was darauf hindeute, dass Deutschland im 4. Quartal 2012 sein Konjunkturtal durchschritten habe. Dies entspreche der Analystenerwartung, dass sich spätestens ab dem 2. Quartal 2013 wieder positive BIP-Quartalszuwachsraten einstellen würden. Würden sich die Umfragewerte in den kommenden Monaten bestätigen, sei schon für das 1. Quartal ein kleines BIP-Plus möglich.

Weniger optimistisch sei das Bild für Großbritannien. Hier habe im Schlussquartal 2012 das vierte BIP-Quartalsminus der vergangenen fünf Perioden hingenommen werden müssen. Im Zeitraum von Oktober bis Dezember sei die Wirtschaftsleistung um 0,3% gg. Vq. geschrumpft. Auch der Ausblick für 2013 sei wenig verheißungsvoll. Ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld, eine geringe Wettbewerbsfähigkeit, die Verschlechterung der Staatsfinanzen in Großbritannien und die drohende Aberkennung des besten Kreditratings für das Land würden eine dynamische Erholung der Konjunktur wenig realistisch erscheinen lassen.

Der Euro habe am Freitag sowohl zum US-Dollar als auch zum Britischen Pfund weiter zulegen und dabei wichtige Widerstandsmarken überwinden können. Die Einheitswährung starte somit gut gestärkt in die neue Woche und dürfte zum Greenback die Marke von 1,35 USD ernsthaft ins Visier nehmen.

Von der Möglichkeit, eine Sondertilgung der beim ersten Dreijahrestender aufgenommenen Mittel bei der EZB vorzunehmen, hätten 278 Institute im Gesamtvolumen von 137,2 Mrd. EUR Gebrauch gemacht. (28.01.2013/ac/a/m)