EURO STOXX 50: Kein Handlungsbedarf

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) präsentierte sich in der letzten Woche zunächst erstaunlich robust, musste gestern dann aber dennoch einen deutlichen Abschlag hinnehmen, so die Analysten der WGZ BANK.

Bisher erfülle der Index damit das Szenario der Analysten, wenngleich ein bedeutender Teil der (ersten) Korrekturphase bereits vollendet worden sei. Unter charttechnischen Gesichtspunkten besitze der europäische Index dennoch etwas Abwärtspotenzial bis zu dem rechnerischen Ziel bei etwa 2.500 Punkten. Hier sollten die Kurse (Ende nächster Woche?) einen Boden bilden und in einer knapp dreiwöchigen Welle wieder anziehen können.

Insofern gelte der Blick der Analysten mittlerweile bereits dem März, der unter saisonalen Aspekten als positiver Monat in den Statistiken geführt werde. Mittelfristig orientierten Anlegern sei damit aber dennoch nicht geholfen, denn es sei fraglich, ob der Index im Rahmen dieser Aufwärtsbewegung die zuvor generierten Verluste zur Gänze wieder aufholen könne. Zudem stehe unter dem elliott-technischen Blickwinkel eine weitere Abwärtswelle an, welche die zuletzt registrierte (und noch nicht abgeschlossene) in Umfang und Dauer übertreffen dürfte.

Unter zyklischen Aspekten dürfte daher erst im Mai, der eigentlich eher für eine gedrückte Stimmung bekannt sei, ein Boden ausgebildet werden. Mit einem Blick auf den Wochenchart könnte dieser Boden dann das Fundament für eine mehrmonatige Aufwärtsbewegung darstellen. In dem Szenario der Analysten werde der EURO STOXX 50 von der Basis bei 2.400 Punkten bis auf satte 3.350 Zähler zulegen können. Wichtig werde aber sein, ob die Unterstützung und damit das Szenario der Analysten bestätigt werde.

Dementsprechend würden sich auch die Indikatoren präsentieren: Der RSI falle weiter ab und scheine im kurzfristigen Prognosezeitraum zu einer vorerst letzten Welle anzusetzen, bevor eine mehrwöchige Erholung einsetzen werde. Auch der MACD habe Richtung Süden gedreht, doch seien hier noch keine Divergenzen zu erkennen. Die Analysten würden daher von einer mehrwöchigen Korrektur innerhalb eines langfristigen Abwärtstrends ausgehen.

In dem Szenario der Analysten dürfte der EURO STOXX 50 über ein paar Handelstage schwächer tendieren, dann stehe vermutlich eine Erholung an, die etwa zwei bis drei Wochen dauern dürfte. Diesem positiven Intermezzo werde aber vermutlich eine weitere Verkaufswelle folgen, so dass die Analysten aus heutiger Sicht mit einer schwankenden Seitwärtsbewegung rechnen würden, die leicht negativen Charakter habe. Bis zum späten Frühjahr könne man daher auch keinen Handlungsbedarf erkennen. (22.02.2013/ac/a/m)