Eurozone: Stabilisierung statt Belebung

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Die finalen Einkaufsmanagerindices für die Eurozone deuten darauf hin, dass sich die konjunkturelle Situation stabilisiert, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Schließlich habe sich die Abwärtsdynamik sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor verlangsamt. Außerdem würden Vorlaufindikatoren wie die Neuauftragskomponente zuversichtlich stimmen, dass die Talfahrt in den kommenden Wochen nicht wieder maßgeblich an Schwung gewinne. Das sei allerdings nach wie vor fast ausschließlich auf eine Nachfragebelebung außerhalb der Eurozone zurückzuführen. Die Binnenkonjunktur bleibe auch mit Blick auf die im Januar erhobenen PMI-Daten ein Problemfall, der Arbeitsmarkt verschlechtere sich quasi ungebremst, da die Unternehmen weiterhin versuchen würden, Kosten zu reduzieren.

Bei den einzelnen Mitgliedsländern steche erneut ins Auge, dass sich der konjunkturelle Graben zwischen Deutschland und Frankreich vertiefe. Während in Deutschland immer mehr Frühindikatoren auf eine Erholung verweisen würden, scheine Frankreich immer tiefer in die Rezession zu rutschen. Die unterschiedliche konjunkturelle Ausgangslage der beiden Schwergewichte könnte im weiteren Jahresverlauf dazu führen, dass Entscheidungsfindungen in der Eurozone zunehmend zäh würden. In den USA wachse der Dienstleistungssektor im Januar derweil erwartungsgemäß weiter, wenngleich etwas langsamer als im Vormonat. Die deutliche Abschwächung der ISM-Komponente „Neuaufträge“ deute aber auch hier darauf hin, dass nicht mit einem Anziehen der Wachstumsdynamik zu rechnen sei.

Die Ankündigung eines vorzeitigen Rücktritts des japanischen Notenbankpräsidenten Masaaki Shirakawa habe die Spekulationen verstärkt, dass in Japan nun der Weg zu einer noch aggressiveren geldpolitischen Lockerung frei sei. Der Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) habe fast 4% im Plus schließen können. Der Euro habe sich zum Japanischen Yen auf über 127 JPY festgesetzt. (06.02.2013/ac/a/m)