Eurozone: Verbesserung der konjunkturellen Perspektiven

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Die zu Jahresbeginn etablierte Belebung an den Finanzmärkten aber auch die zunehmend positiven Konjunkturnachrichten aus Asien hinterlassen auch in Deutschland vermehrt positive Spuren, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

So hätten sich die Finanzmarktexperten laut ZEW mit den konjunkturellen Perspektiven so zuversichtlich gezeigt wie seit Mai 2010 nicht mehr. Die ZEW-Erwartungen hätten dabei mit einem Sprung um 24,6 auf einen Saldo von 31,5 massiv zugelegt. Die aktuelle Lage sei mit 7,1 nach 5,7 nur leicht besser bewertet worden als im Vormonat.

Insgesamt untermauere die Sentimenterhebung damit, dass die wirtschaftliche Erholung zu Jahresbeginn noch kein Zuckerschlecken werde, im Jahresverlauf aber Fuß fassen sollte. Mit Blick auf den zurückkehrenden Optimismus bestünden schließlich gute Chancen, dass die Unternehmen ihre Zurückhaltung seitens der Investitionen zunehmend aufgeben würden.

Aber auch in der Eurozone würden immer mehr Indizien darauf hinweisen, dass der konjunkturelle Tiefpunkt mittlerweile durchschritten sei. Die ZEW-Erwartungen hätten sich hier im Januar um 23,6 auf 31,2 Punkte verbessert und würden so die Hoffnung auf eine Stabilisierung schüren. Auch EZB-Präsident Draghi habe gestern im Rahmen einer Rede betont, dass sich die dunkelsten Wolken in der Eurozone verzogen hätten.

Für einen temporären Rutsch des Euro hätten derweil Gerüchte um einen Rücktritt des Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann gesorgt. Nachdem die deutsche Notenbank dementiert habe, habe sich die Einheitswährung aber zeitnah wieder erholt und sich oberhalb von 1,33 USD festgesetzt.

In den USA hätten die Republikaner derweil einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der die Schuldenobergrenze bis zum 19. Mai dieses Jahres außer Kraft setze, um mehr Zeit für eine Lösung im Etatstreit einzuräumen. Vorschläge für Ausgabenkürzungen seien dem Entwurf nicht beigefügt. Dafür sei ein Gehaltsstopp für Mitglieder des Senats und des Repräsentantenhauses vorgesehen, sollte bis 15. April kein passender Haushalt für das Fiskaljahr 2014 vorgelegt werden können. (23.01.2013/ac/a/m)