GEA Group: GEA liefert keinen Grund zum Pessimismus

Detmold (www.aktiencheck.de) – Die Experten vom „Frankfurter Tagesdienst“ bewerten die Aktie der GEA Group (ISIN DE0006602006/ WKN 660200) mit dem Rating „neutral“.

Die Schuldenkrise, die Europa im letzten Jahr kräftig in die Bredouille gebracht habe, sei an GEA abgeperlt. Der Maschinenbauer habe die Bilanz zum letzten Geschäftsjahr vorgelegt und damit die Erwartungen im Wesentlichen erfüllt. Zwar habe der Umsatz mit 5,75 Mrd. Euro geringfügig unter dem Konsens gelegen, das EBIT sei mit 562 Mio. Euro (+7,1%) allerdings deutlich besser als erwartet ausgefallen. Die Konsensschätzung habe bei 548 Mio. Euro gelegen.

In Q4 habe der Umsatz eine Größenordnung von 1,47 Mrd. Euro erreicht und sich somit auf dem Niveau des Vorjahres bewegt. Das entscheidende Signal sei indes die Entwicklung der Nachfrage – hier gebe es keine Schwächesignale.

Der Auftragseingang sei auf das Gesamtjahr gesehen um 5,2% geklettert. Damit habe man sich in eine ansprechende Ausgangslage manövriert und könne ohne Ängste nach vorne blicken. Die Unternehmensführung erwarte für das aktuelle Geschäftsjahr wie schon im Vorjahr eine hohe Nachfrage. Das EBITA möchte man unterdessen kräftig ausweiten. 700 Mio. Euro peile man an.

Seltenheitswert hätten die Worte, die GEA-Chef Jürgen Oleas an seine Mitarbeiter gerichtet habe. Neben einem ausdrücklichen Dank für das Ermöglichen des guten Ergebnisses habe er eine Sonderausschüttung angekündigt, die den Beschäftigten zusammen fünf Mio. Euro einbringen werde.

Die Investoren würden dagegen etwas stiefmütterlich behandelt. Eine Erhöhung der Dividende sei nicht angedacht. Wie bereits im Jahr zuvor werde man der Hauptversammlung eine Ausschüttung in Höhe von 0,55 Euro je Aktie vorschlagen. Die Dividendenrendite liege damit bei rund 2%. Ob es diese Nachricht gewesen sei, die den Investoren quer im Magen gelegen habe, werde ungeklärt bleiben. Jedenfalls sei das Papier am Mittwoch mit einem kräftigen Abschlag in den Handelstag gestartet.

Mittelfristig ist die Perspektive gut, kurzfristig muss man die GEA Group-Aktie nicht im Depot haben, so die Experten vom „Frankfurter Tagesdienst“.(Ausgabe 19 vom 06.02.2013) (07.02.2013/ac/a/d)

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