Geldpolitik: Tag der ruhigen Hand bei den Notenbanken

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – In den letzten Wochen überraschte eine Reihe von Konjunkturdaten in Schweden auf der Oberseite, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Dies dürfte bei der Riksbank den Ausschlag geben, von einer weiteren Zinssenkung abzusehen, nachdem die Währungshüter im Dezember den Referenzsatz noch auf 1,00% reduziert hätten. Auch seitens der japanischen Notenbank (BoJ) sei in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag vorerst nicht mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik zu rechnen, habe die BoJ doch bereits auf der letzten Sitzung ihr Anleihenaufkaufprogramm ausgeweitet und das Inflationsziel auf 2% nach oben angepasst. Der Fokus in Japan liege vielmehr auf der Ernennung eines neuen Notenbankchefs, der das Amt ab April übernehmen solle. Die Regierung dürfte einen Kandidaten nominieren, der in ihrem Sinne alles für eine weitere Stimulierung der Konjunktur unternehmen werde, so dass es sich wohl nur um eine Frage der Zeit handle, bis die Notenbank die Anleihenkäufe weiter aufstocke.

In Großbritannien würden die Währungshüter zwar nicht tagen, der zur Veröffentlichung anstehende vierteljährliche Inflationsbericht der britischen Notenbank (BoE) beinhalte aber deren überarbeiteten Inflations- und Wachstumsprognosen. Während letztere wohl unverändert bleibe, sei mit einer leichten Aufwärtsrevision der Inflationseinschätzung für 2013 zu rechnen – die Teuerung habe bis zuletzt regelmäßig oberhalb des Inflationsziels gelegen. Insofern würden keine Argumente für eine weitere Ausdehnung der Anleihenportfolios der BoE geliefert. Jüngst hätten ohnehin einige Notenbankmitglieder Zweifel geäußert, ob eine weitere Ausweitung der Käufe noch positive Wachstumseffekte generieren könne.

Der private Verbrauch in den USA habe im 4. Quartal deutlich zugelegt. Zum Jahresanfang dürften die Aufschwungkräfte allerdings aufgrund einer anziehenden steuerlichen Belastung nachlassen. Insgesamt sollte es bei den US-Einzelhandelsumsätzen im Januar aber noch zu einem Monatsplus von 0,2% gereicht haben. Positiv würden sich auf den Konsum derzeit steigende Aktien- und Immobilienpreise auswirken. (13.02.2013/ac/a/m)