Gold: Anlegeroptimismus so niedrig wie zuletzt Ende 2008

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Gold setzt seine moderate Erholungsbewegung zu Beginn der neuen Handelswoche fort und notiert am Morgen bei gut 1.590 USD je Feinunze, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Das gelbe Edelmetall profitiere dabei von der Unsicherheit der Marktteilnehmer in Bezug auf den Ausgang der Wahl in Italien. Diese werde als Indikator angesehen, ob die Schuldenkrise in der Eurozone nochmals aufflammen könnte. Auch die Herabstufung des Kreditratings von Großbritannien durch die Ratingagentur Moody’s dürfte zu mehr Interesse bei Gold führen.

Wie erwartet sei der jüngste Preisrückgang von Gold zu großen Teilen über den Terminmarkt erfolgt. Denn in der Woche zum 19. Februar seien die Netto-Long-Positionen um 36% auf 42,8 Tsd. Kontrakte reduziert worden. Dies entspreche dem niedrigsten Stand seit November 2008. Da der große Preisrutsch von Mitte letzter Woche noch nicht in der aktuellen Statistik enthalten sei, dürften die Netto-Long-Positionen seitdem weiter abgebaut worden sein. Ein ähnliches Bild ergebe sich bei Silber. Auch hier seien die Netto-Long-Positionen um 32% auf ein Sechsmonatstief von 18 Tsd. Kontrakten reduziert worden.

Unbeeindruckt von der Entwicklung des Goldpreises hätten die Zentralbanken gemäß IWF weiter Gold gekauft. Neben Russland (12,2 Tonnen), der Türkei (10,3 Tonnen), Kasachstan (1,5 Tonnen) und Weißrussland (0,5 Tonnen) habe im Januar auch Aserbaidschan (1 Tonne) zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt Goldreserven aufgebaut. Damit setze sich der Trend von Zentralbankkäufen zu Beginn des neuen Jahres fort. (25.02.2013/ac/a/m)