Gold: Erneut merklicher Preisrückgang

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Gold und die anderen Edelmetalle kamen gestern Mittag im Einklang mit dem gesamten Rohstoffmarkt stark unter Druck, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Das gelbe Edelmetall habe dabei die charttechnisch wichtige 200-Tages-Linie durchbrochen, was zu Anschlussverkäufen geführt und den Abwärtsdruck noch verstärkt habe. Dabei sei der Goldpreis auch aus seiner Handelsspanne nach unten herausgerutscht und notiere heute Morgen mit rund 1.645 USD je Feinunze auf dem tiefsten Stand seit mehr als fünf Wochen. Nach einer zwischenzeitlichen Erholung setze sich auch der Preisrückgang von Gold in Euro gerechnet fort und mit 1.225 EUR je Feinunze werde heute Morgen ein Wochentief erreicht. Der Preisverfall sei mit Abflüssen aus den Gold-ETFs einhergegangen, die ihre Bestände um 3,7 Tonnen reduziert hätten.

Gleichzeitig hätten die Silber-ETFs Zuflüsse von knapp 74 Tonnen verzeichnet, womit sich der Trend der vergangenen Wochen weg von Gold-ETFs und hin zu Silber- bzw. Platin- und Palladium-ETFs fortsetze. Selbst der dritte Atombombentest von Nordkorea seit dem Jahr 2006, der die geopolitischen Risiken in dieser Region unterstreiche, könne den Abwärtstrend von Gold nur bremsen, nicht aber umkehren. Die Finanzminister der Eurogruppe hätten bei ihrem gestrigen Treffen in Brüssel nicht über finanzielle Hilfen für das angeschlagene Zypern gesprochen. Damit bleibe die Unsicherheit hinsichtlich einer möglichen Staatspleite des Euro-Mitgliedslandes weiter bestehen. (12.02.2013/ac/a/m)