Gold: Zweite Chance?

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Bei der letzten Betrachtung des Goldes wiesen die Analysten der WGZ BANK auf ein wahrscheinliches Kaufsignal hin, das generiert wird, sofern der Goldpreis die Marke von 1.700 USD übertreffen sollte.

In einem ersten Anlauf sei dieser Sprung über die Marke nicht gelungen, nun scheine für die Optimisten aber eine zweite Chance anzustehen.

Unter charttechnischen Gesichtspunkten sei das Niveau von 1.700 USD/Oz nun nochmals als Widerstand bestätigt worden, der zuvor auf den ersten Blick lediglich eine untergeordnete Signifikanz besessen habe. Erschwerend komme hinzu, dass das rechnerische, kurzfristige Ziel nun bei 1.725 USD liege und eine zweite Hürde überwunden werden müsse, bevor der Raum für weitere Kursgewinne entstehe. Dann allerdings käme ein Kurs von über 1.900 USD in Betracht.

Deutsche Interessenten dürften sich über eine solche Entwicklung doppelt freuen, denn gleichzeitig scheine der Euro gegen den US-Dollar etwas zurückzukommen, so dass Gewinne auf der Preis- als auch auf der Währungsseite möglich würden. Das Szenario stehe und falle allerdings mit der kurzfristigen Entwicklung. Ein Ausbruch sei unabdingbar.

Möglicherweise müssten Anleger vor einem Engagement momentan etwas Geduld mitbringen, denn nicht selten tendiere der Goldpreis erratisch seitwärts. Das Edelmetall sollte allerdings nicht nochmals unter 1.630 USD fallen, denn dann bestünde die Gefahr, dass der nächste Boden erst bei etwa 1.525 USD gefunden werde.

Aktuell würden die Indikatoren aber gegen eine solch negative Entwicklung sprechen, denn sowohl RSI als auch MACD-Histogramm würden ansteigen. Unter diesem Blickwinkel sollte ein möglicher Ausbruch allerdings zeitnah erfolgen, da sonst die „bereitgestellte“ Dynamik nutzlos vergeudet werde.

Die Chance, dass der Goldpreis bis zum späten Frühjahr auf über 1.900 USD/Oz ansteige, sei immer noch gegeben. Nach wie vor sei dafür aber der Bruch der Marke von 1.700 und anschließend 1.725 USD obligatorisch. Sollte der Sprung über diese Marken nicht gelingen, bestehe grundsätzlich kein Handlungsbedarf. Erst mit Unterbieten des letzten Verlaufstiefs bei 1.630 USD bestehe die Möglichkeit eines Rückgangs bis etwa 1.525 USD. (31.01.2013/ac/a/m)