Goldpreis – technische Analyse

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Bei der letzten Betrachtung setzten die Analysten der WGZ BANK für eine positive Entwicklung einen Bruch der Widerstände bei 1.700 und 1.725 USD/Oz voraus.

Dieser Bruch sei dem Goldpreis nicht gelungen, stattdessen hätten die Notierungen auf US-Dollar-Basis weiter abgegeben. Auch wenn die Analysten in der aktuellen Konstellation noch nicht mit einer generellen Bodenbildung rechnen würden, rangiere der Goldpreis aktuell an einem Scheideweg. Unter charttechnischen Gesichtspunkten würden die Kurse eine sog. „Kreuzunterstützung“ finden. Sie lasse sich aus dem rechnerischen Ziel und dem ehemaligen Abwärtstrend konstruieren. Ein solcher ehemaliger Widerstand werde bei Übertreffen zu einer signifikanten Unterstützung.

Sollte der Goldpreis in den kommenden Tagen diese Marke ohne Gegenwehr der Bullen unterbieten, trübe sich das Bild weiter ein: Ein bisher noch gültiges Ziel von 1.525 USD käme vermutlich nicht mehr infrage, das nächste Ziel wäre dann vielmehr im Bereich von etwa 1.460 USD zu suchen. Auf der anderen Seite würden die Analysten aber auch nicht an eine sofortige Wende glauben, denn die Notierungen würden meist zunächst eine deutliche Erholung zeigen, bevor sie das vorangegangene Tief zum letzten Mal unterbieten würden.

In dieses Bild würde dann auch die elliott-technsiche Betrachtung passen, denn mittlerweile habe sich eine sog. „Extension“ gebildet. Hier werde die letzte Welle nochmals in fünf Teile untergliedert, von der aber erst drei vollendet worden seien. Eine gut einwöchige Erholungsbewegung würde „4“ ausprägen, der dann die finale Abwärtswelle folgen dürfte. Bis etwa 1.610 USD könne sich der Preis der Feinunze erholen, bevor die angesprochene „5“ den Kurs bis etwa 1.525 USD drücken könne.

Ein solches Szenario würde auch zu der Indikatorenkonstellation passen, denn der RSI hat nochmals ein neues Tief ausgeprägt. Meist prägt der Oszillator aber eine positive Divergenz aus, bevor die Preise nachhaltig drehen. Ein nochmaliges Tief muss also erwartet werden.

Um Licht am Ende des Tunnels erkennen zu können, müsse der Goldpreis in der aktuellen Konstellation über einige Börsentage anziehen. Eine Erholung bis in den Bereich von 1.610 USD/Oz wäre hier wünschenswert. Zwar wäre damit noch keine Wende geschafft – die Analysten würden einen Tiefpunkt bei 1.525 USD/Oz erwarten -, doch würde dann eine finale Abwärtswelle eingeleitet und Grundstein für eine positive Divergenz gelegt. (21.02.2013/ac/a/m)