Goldproduzenten haben in Q3/2012 erstmals seit vier Quartalen wieder Gold auf Termin verkauft

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Gold zeigt sich heute Morgen von seiner schwächeren Seite und handelt bei rund 1.680 USD je Feinunze auf einem Wochentief, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

In den USA habe das Repräsentantenhaus gestern zugestimmt, die Frist für die Anhebung der Schuldenobergrenze auf Mitte Mai zu verschieben. Dies dürfte die Risikoaversion der Marktteilnehmer weiter sinken lassen. Allerdings müsse man bedenken, dass das eigentliche Problem damit nicht gelöst sei und das politische Tauziehen zwischen Demokraten und Republikanern weitergehen dürfte. So sei es nicht gänzlich überraschend, dass die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs gestern Zuflüsse von 2,5 Tonnen verzeichnet hätten.

Angaben von Thomson Reuters GFMS zufolge hätten die Goldproduzenten im dritten Quartal 2012 auf Netto-Basis zum ersten Mal seit vier Quartalen wieder einen Teil ihrer Goldproduktion auf Termin verkauft (sog. Hedging). Das globale Hedge-Buch sei demnach von Juli bis September leicht um 0,6 auf 152 Tonnen gestiegen. Für das Gesamtjahr 2012 gehe GFMS weiter davon aus, dass die Goldproduzenten unter dem Strich 20 Tonnen Gold zurückgekauft hätten. Damit hätten die Goldproduzenten im vierten Quartal gut 12 Tonnen Gold zurückgekauft. Gemäß GFMS habe das globale Hedge-Buch ferner per Ende September einen Verlust von 1,46 Mrd. USD aufgewiesen. Im laufenden Jahr dürften laut GFMS weder Käufe noch Verkäufe spürbare Auswirkungen auf den Goldpreis haben. (24.01.2013/ac/a/m)