Google: Eric Schmidt will Kasse machen

Detmold (www.aktiencheck.de) – Die Experten vom „Frankfurter Tagesdienst“ empfehlen, sich bei der Aktie von Google (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY) mit neuen Engagements zurückzuhalten.

Verwaltungschef Eric Schmidt wolle fast die Hälfte seiner Beteiligung abstoßen. Rund 3,2 Mio. Google-Aktien stünden zur Disposition, der Wert des Paketes gehe in die Milliarden. Auch wenn der Konzern betone, dass der Verkaufsprozess kursschonend vollzogen werden solle – das Signal sei eindeutig.

Wenn ein Mitglied des Führungszirkels Aktien zum Verkauf stelle, würden bei den Investoren automatisch die Alarmglocken läuten. Warum sich der Verwaltungschef zur Trennung von einem Teil seiner Papiere entschlossen habe, sei nicht überliefert. Sollte es nur darum gehen, die eigene Liquidität zu erhöhen, sei der Zeitpunkt bestimmt günstig. Das Wertpapier habe jüngst ein neues Allzeithoch markiert.

Die operative Entwicklung bei dem Unternehmen biete keinen Ansatz, sich um die Zukunft zu sorgen. Offenbar bekämen einige Anleger wegen des aktuellen Kursniveaus allerdings Höhenangst. Die Nachfrage nach Put-Optionen auf Google sei zuletzt merklich gestiegen. Das Verhältnis der gehandelten Put-Optionsscheine zu den gehandelten Call-Optionsscheinen sei zuletzt auf 1,3 zu 1 geklettert.

Die Bären hätten ihre Krallen ausgefahren, jetzt sei die Frage, ob die Bullen genug Kraftreserven hätten, sich dagegen zu stemmen.

Die Experten vom „Frankfurter Tagesdienst“ raten bei der Google-Aktie dazu, sich in den nächsten Wochen mit neuen Engagements zurückzuhalten. Das Chance/Risiko-Verhältnis habe sich etwas eingetrübt, sie würden ohne Position bleiben. (Ausgabe 22 vom 13.02.2013) (14.02.2013/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.