Hannover Re: ungewöhnliche Stärke in 2012

New York (www.aktiencheck.de) – William Hawkins and Paris Hadjiantonis, Analysten von Keefe, Bruyette & Woods, stufen die Hannover Rück-Aktie (ISIN DE0008402215/ WKN 840221) unverändert mit „market perform“ ein, erhöhen aber das Kursziel von 62,00 auf 65,00 EUR.

Hannover Rück habe in 2012 mit 858 Mio. EUR einen starken Nettogewinn erzielt. Ein exzellentes Investment-Ergebnis und ein gutes Nicht-Leben-Geschäft hätten dazu beigetragen. Naturkatastrophen-bedingte Verluste unterhalb des Budgetrahmens und übliche Auflösungen von Rückstellungen seien die bestimmenden Faktoren gewesen. Im Gegensatz dazu habe das Leben-Segment für weniger Begeisterung gesorgt, wo die Erwartungen verfehlt worden seien. Im Hinblick auf das US-Mortalitäts-Geschäft sei es zu einer Belastung gekommen. Das Management habe mitgeteilt, negative Effekte mittels entsprechender Maßnahmen in 2013 eindämmen zu wollen.

Eine Kapitalrendite von 4,3% in 2012 habe das Ziel des Managements übertroffen und ein Rekordergebnis ermöglicht. Unrealisierte Gewinne aus zwei derivativen Instrumenten hätten sich zusätzlich positiv ausgewirkt. Die Analysten von Keefe, Bruyette & Woods würden annehmen, dass das Investment-Ergebnis im laufenden Jahr um schätzungsweise 20 Basispunkte abnehmen könnte. Ein hohes Maß an unrealisierten Gewinnen könnte aber dem entgegen wirken.

Das Management habe bekannt gegeben, die normale Dividende auf 2,60 Euro erhöhen und einen Bonus von 0,40 EUR je Aktie zahlen zu wollen. Dies könnte als klares Indiz dafür gewertet werden, dass die Hannover Rück von ihrer festgelegten Ausschüttungsquote von 35 bis 40% nicht abweichen wolle. Daher müssten die Dividendenprognosen für 2013 bis 2015 verringert werden. Die Schätzung zum zurechenbaren Gewinn in 2013 werde dagegen um 4% auf 7,43 EUR angehoben.

Vor diesem Hintergrund bewerten die Analysten von Keefe, Bruyette & Woods die Hannover Rück-Aktie weiterhin mit dem Votum „market perform“. (Analyse vom 19.03.2013) (19.03.2013/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen gehörte einem Konsortium an, das die innerhalb von fünf Jahren zeitlich letzte Emission von Wertpapieren der Gesellschaft übernommen hat. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.