Hannover Rück: niedrige Ausschüttungsquote ist ein Hemmnis

Westerburg (www.aktiencheck.de) – Fabrizio Croce, Analyst von Kepler Cheuvreux, stuft die Aktie der Hannover Rück (ISIN DE0008402215/ WKN 840221) unverändert mit „hold“ ein, erhöht aber das Kursziel von 53,00 auf 63,00 EUR.

Die Kapitalbasis der Hannover Rück gehöre mit einem Finanzhebel von 33% sektorweit zu den effizientesten. Die Eigenkapitalrendite in 2012 von 15,6% sei im Vergleich zum breiten Rückversicherungssektor mit am höchsten gewesen. Hannover Rück behalte ihren beträchtlichen Puffer über die versicherungstechnische Reserve im P&C-Segment hinaus bei.

Das Unternehmen stelle seine Stärke unter Beweis, beim Einstieg in attraktive Geschäftslinien und einer Veränderung der Portfolio-Strukturierung opportunistisch vorzugehen. Im Langlebigkeitsmarkt in Großbritannien habe die Hannover Rück die klare Marktführerschaft inne. Unternehmensanleihen würden beim Investmentportfolio mit 32% nun den größten Anteil bilden.

Die Analysten von Cheuvreux Kepler würden Hannover Rück nach dem deutlichen Anheben der Ausschüttungsquote über die übliche Spanne von 35 bis 40% hinaus nun in Bedrängnis sehen. Zusammen mit dem Erfordernis, Kapital für weiteres Wachstum zurückzuhalten, dürfte die Ausschüttungsquote in der vorgegebenen Spanne bleiben.

Der aktuelle Aktienkurs impliziere eine Prämie gegenüber dem Sektor, auch wenn dieser wohlverdient sei. Es bestehe die Möglichkeit, dass die Hannover Rück ihre Ausschüttungsquoten deutlich verringern müsse.

Vor diesem Hintergrund empfehlen die Analysten von Kepler Cheuvreux die Aktie der Hannover Rück weiterhin zu halten. (Analyse vom 09.05.2013) (09.05.2013/ac/a/d)