Höheres Angebot an Kupferkonzentrat lässt Schmelz- und Verarbeitungsgebühren steigen

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Die Metallpreise drehen nach einer enttäuschenden ersten Wochenhälfte dank guter Konjunkturdaten aus den USA und China nach oben, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Kupfer sei bereits gestern nach den überraschend deutlich gestiegenen US-Wohnungsbaubeginnen über 8.000 USD je Tonne geklettert. Zusätzlichen Aufwind gebe heute Morgen das chinesische Wachstum, das im vierten Quartal mit 7,9% leicht über den Erwartungen gelegen habe. Auch der stärker als erwartete Anstieg der Industrieproduktion, die im Dezember 10,3% höher gewesen sei als im Vorjahr, bestätige, dass die Konjunktur im mit Abstand wichtigsten Absatzmarkt für Industriemetalle an Dynamik gewinne.

Eigenen Angaben zufolge hätten sich die größten chinesischen und japanischen Kupferschmelzer, Jiangxi Copper Co. und Pan Pacific Copper Co., mit den Minenproduzenten auf neue Jahresverträge für Schmelz- und Verarbeitungsgebühren (sog. TC/RCs) geeinigt. Demnach würden die Gebühren 2013 im Jahresvergleich um 10% auf 70 USD je Tonne bzw. 7 US-Cents je Pfund steigen. Die Schmelzereien hätten höhere Gebühren durchsetzen können, da das Angebot an Kupferkonzentrat steige. Das würden auch die Zahlen der chilenischen Kupferkomission Cochilco bestätigen, denen zufolge die Kupferminenförderungen des Landes im November mit 479,1 Tsd. Tonnen 3,3% über dem Vorjahr gelegen habe.

Durch die Ausweitung der globalen Minenproduktion dürfte am Kupfermarkt zum ersten Mal seit vier Jahren wieder das Angebot die Nachfrage übersteigen. Dabei dürften jedoch potenzielle Angebotsausfälle z.B. durch Streiks nicht berücksichtigt sein. (18.01.2013/ac/a/m)