Immobilien zulasten von Renten im Portfolio deutlich übergewichten

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Obwohl kurzfristige Gegenbewegungen möglich sind, wird sich an der allgemein eher unkomfortablen Lage deutscher Renten wenig ändern, so die Analysten der Helaba.

Die Zinsstruktur dürfte tendenziell steiler werden. Der geringe Inflationsdruck werde es den Notenbanken erlauben, ihren extremen Kurs beizubehalten.

Auch wenn die gegenwärtige Phase im Zins- und Konjunkturzyklus für weiter steigende Aktiennotierungen spreche, könnte sich die extreme Gelassenheit vieler Marktteilnehmer im Sinne der Kontraindikation einmal mehr als Vorbote einer kurzfristigen Korrekturbewegung erweisen. Immerhin habe die implizite Aktienvolatilität zuletzt den niedrigsten Stand seit 2007 erreicht. Dies signalisiere, dass derzeit kaum Nachfrage nach Kursabsicherung bestehe. Gleichzeitig würden Aktien technisch überhitzt wirken.

Mit Blick auf die aktuellen Chance-Risiko-Verhältnisse sei es empfehlenswert, Immobilien deutlich über Neutralwert zu dotieren. Liquidität und Aktien sollten neutral sowie Renten untergewichtet werden.

Rohstoffe würden über gewisses zyklisches Aufwärtspotenzial verfügen. Bei Gold seien weitere Impulse durch die inzwischen auch in Japan angestrebte ultralockere Geldpolitik der großen Industrieländer zu erwarten. Gerade auch die gegenwärtig strukturell angelegte Affinität vieler Notenbanken zum gelben Metall stimme zuversichtlich. (28.01.2013/ac/a/m)