Inditex: Verschnaufpause eröffnet neue Chance zum Einstieg

Rosenheim (www.aktiencheck.de) – Die Experten von „boerse.de-Aktienbrief“ nutzen das Nachkaufsignal bei der Aktie von Inditex (ISIN ES0148396015/ WKN 756434) zum erneuten Einstieg.

Die Erfolgsgeschichte von Inditex habe 1975 begonnen, als Amancia Ortega in La Coruña seinen ersten Zara-Laden eröffnet habe. Zug um Zug seien dann schnell weitere spanische Städte erschlossen worden. Parallel dazu habe der Unternehmer eine ganze Reihe von Textilfabriken gegründet, die schließlich 1985 mit der Modekette Zara verschmolzen worden seien.

Gleichzeitig sei der Konzern in Industrias de Diseño Textil umfirmiert, wobei heute die Kurzform Inditex geläufiger sein dürfte – und zwar rund um den Globus. Denn nachdem 1988 im Nachbarland Portugal der erste Schritt in einen ausländischen Markt gemacht worden sei, gebe es inzwischen kaum noch weiße Flecken auf der Inditex-Weltkarte. Zuletzt hätten sogar die ersten Filialen in Armenien und Mazedonien ihre Türen geöffnet, sodass der Konzern heute mehr als 5.700 Läden in 85 Ländern betreibe. Um diese Zahl einordnen zu können: Das Filialnetz von H&M (ISIN SE0000106270/ WKN 872318) erstrecke sich derzeit über 2.700 Läden in 40 Nationen.

Neben Zara würden die Spanier ihre Modegeschäfte auch unter den sieben weiteren Kernmarken Bershka, Massimo Dutti, Stradivarius, Oysho, Zara Home, Uterqüe und Pull & Bear betreiben. Auch wenn Letztere zunächst fast wie nach einer Modelinie für Börsianer klinge, stecke dahinter ein Discount-Label für vorwiegend jüngere Klientel.

Im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten produziere Inditex den Großteil der Kollektionen im Heimatland sowie in Nordafrika. Dies garantiere extrem kurze Lieferwege, sodass zwischen Entwurf und Verkauf neuer Kollektionen im Schnitt gerade einmal zwei bis sechs Wochen lägen. Dadurch bringe Inditex jedes Jahr bis zu 36.000 neue Designs auf den Markt.

Seit mittlerweile drei Jahren würden die Kollektionen in Europa zudem über Online-Shops vertrieben. 2012 sei eine Internet-Dependance für die USA gefolgt, und seit Ende 2012 könnten auch Milliarden Chinesen per Mausklick Inditex-Mode kaufen.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012 (per 31. Oktober) hätten die Umsätze auf 11,4 Mrd. Euro gesteigert werden können (+17%). Unter dem Strich habe sich das Ergebnis dabei sogar um 27% auf 1,7 Mrd. Euro verbessert.

Die Verlust-Ratio betrage lediglich deutlich unterdurchschnittliche 1,77. Dem stünden seit 2003 im Schnitt 18% Kursgewinn p.a. gegenüber (Gewinn-Konstanz 89%; Dividendenrendite aktuell 1,7%). Von der langfristig imposanten Kursentwicklung habe insbesondere Unternehmensgründer Ortega profitiert, dessen Vermögen dank seiner Inditex-Anteile rund 58 Mrd. USD betrage. Damit habe der Spanier jetzt von Warren Buffett den dritten Rang auf der Liste der reichsten Menschen der Erde übernommen.

Nachdem sich die Aktie allein im vergangenen Jahr um 70% nach oben geschraubt habe, laufe gerade eine willkommene Verschnaufpause.

Angesichts des rechnerischen Gewinnpotenzials von 128% auf Sicht der kommenden fünf Jahre nutzen die Experten von „boerse.de-Aktienbrief“ das vorliegende Nachkaufsignal bei der Inditex-Aktie zum zweiten Einstieg. Ihre bisherige Inditex-Empfehlung liege aktuell mit 68% im Gewinn. (Ausgabe 286 vom 20.02.2013) (22.02.2013/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.