Indonesien hat nach starkem Preisanstieg im Januar mehr Zinn exportiert

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Indonesien, der weltweit zweitgrößte Zinnproduzent und größte -exporteur, hat gemäß Daten des indonesischen Handelsministeriums im Januar 9.155 Tonnen Zinn ausgeführt, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Dies seien 5,4% mehr als im Vormonat gewesen und stelle den zweiten Monatsanstieg in Folge dar. Die Zunahme der Exporte dürfte auf die stark gestiegenen Zinnpreise zurückzuführen sein. Zinn habe sich von Anfang November bis Ende Januar um rund 25% auf zeitweise mehr als 25.000 USD je Tonne verteuert. Heute Morgen notiere der Preis nur knapp unterhalb dieses Niveaus. Angaben des indonesischen Verbands der Zinnproduzenten zufolge habe dies die Schmelzereien im Land veranlasst, Lagerbestände am Markt zu verkaufen.

Das höhere Angebot am Weltmarkt könnte zwar kurzfristig betrachtet den Preisanstieg von Zinn bremsen. Mittelfristig gesehen sollte der Preis jedoch weiter zulegen können, da in der zweiten Jahreshälfte mit geringeren indonesischen Zinnexporten gerechnet werden müsse. Denn das Handelsministerium habe im Dezember zum 1. Juli die Qualitätsanforderungen (Reinheitsgrad) an die Zinnexporte auf 99,9% erhöht. Ein Großteil der indonesischen Schmelzereien erfülle derzeit jedoch nicht die neuen Anforderungen, sodass die Anlagen erst entsprechend aufgerüstet werden müssten. Dies sei allerdings sehr zeitaufwändig und dürfte nur von wenigen Schmelzereien bis Mitte des Jahres erreicht werden. (12.02.2013/ac/a/m)