Industriemetallpreise: Unsicherer Wahlausgang in Italien und schwache China-Daten belasten

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Die Metallpreise zeigen sich mehrheitlich weiter von ihrer schwachen Seite. Nachdem der LME-Industriemetallindex letzten Freitag auf den tiefsten Stand seit fast drei Monaten gefallen ist, setzt sich der Preisrückgang heute Morgen fort, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Neben der Zurückhaltung der Marktteilnehmer aufgrund der Italien-Wahl dürfte auch der von HSBC (ISIN GB0005405286/ WKN 923893) berechnete vorläufige Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in China auf die Stimmung drücken. Denn dieser sei im Februar unerwartet deutlich gefallen, bleibe aber noch im expansiven Bereich. Für den offiziellen Einkaufsmanagerindex, der am Freitag veröffentlicht werde und zuletzt deutlich unter dem Index von HSBC gelegen habe, werde gemäß Bloomberg-Umfrage noch ein leichter Anstieg erwartet. Die Marktteilnehmer könnten hier zu optimistisch sein. Die heute von der chinesischen Zollbehörde veröffentlichten endgültigen Handelsdaten für Januar hätten bestätigt, dass sich die Händler im letzten Monat weitgehend zurückgehalten hätten. Die Einfuhren der Metalle hätten im Januar im Wesentlichen auf dem relativ niedrigen Niveau des Vormonats gelegen.

Gegenwind für die Metallpreise habe es jüngst auch von den Terminmärkten gegeben. Denn die spekulativen Finanzinvestoren hätten in der Woche zum 19. Februar ihre Netto-Long-Positionen bei Kupfer auf 11,4 Tsd. Kontrakte halbiert. Dies sei der niedrigste Stand seit fast drei Monaten. Der Preisrückgang nach dem Datenstichtag lasse vermuten, dass die Wetten auf steigende Preise seitdem weiter reduziert worden seien. (25.02.2013/ac/a/m)