Industriemetallpreise zeigten sich sehr fest

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Die Industriemetallpreise zeigten sich gestern den gesamten Tag über sehr fest, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Der LME-Industriemetallindex sei sogar auf 3.582 Punkte gestiegen, den höchsten Stand seit Mitte September, und habe sich dabei auch nicht von schwachen US-Konjunkturdaten beeindrucken lassen. So sei zwar das US-BIP im vierten Quartal um 0,1% geschrumpft, es habe aber auch einige erfreuliche Details im Bericht gegeben – z.B. haätten die Unternehmen wieder stärker investiert und der Wohnungsbau erhole sich weiter -, so dass die Konjunktur 2013 moderat wachsen sollte.

Darüber hinaus halte die US-Notenbank FED bis auf weiteres an ihrer expansiven Geldpolitik fest. Einhergehend mit positiv erwarteten Konjunkturdaten in China – der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe, der morgen früh veröffentlicht werde, dürfte im Januar abermals gestiegen sein – spreche dies für weiter steigende Metallpreise.

Unterdessen würden sich immer mehr Minenproduzenten deutlich steigenden Produktionskosten gegenübersehen. So erwarte z.B. Antofagasta (ISIN GB0000456144/ WKN 867578), ein chilenischer Kupferproduzent, in diesem Jahr Kostensteigerungen um 36%. Kürzlich habe bereits Codelco, der weltweit größte Kupferproduzent, aufgrund von höheren Energiekosten und niedrigeren Metallgehalten in den Erzen für das letzte Jahr 30% höhere Kosten berichtet. Den steigenden Kosten könnte mit Produktionskürzungen entgegengewirkt werden, so dass gerade im Falle von Kupfer die Angebotsausweitung nicht so stark wie von vielen Marktteilnehmern erwartet ausfallen könnte. (31.01.2013/ac/a/m)