Internationale Konjunkturdaten Wochenausblick

Bonn (aktiencheck.de AG) – In der Berichtswoche kehrt im Euroraum bereits vorweihnachtliche Ruhe ein, berichten die Analysten von Postbank Research.

Es stünden nur sehr wenige Konjunkturdaten auf der Agenda. Dabei rechne man für den vorläufigen EWU-Verbrauchervertrauensindex (Mo., 20.12., 16 Uhr) für Dezember mit einem weiteren Anstieg von -9,4 auf -9,0 Punkte. Das Zugpferd sei derzeit auch in dieser Hinsicht Deutschland. Die Stimmung bei den deutschen Einzelhändlern sei aktuell geradezu euphorisch. Dies lasse darauf schließen, dass sich die deutschen Verbraucher in einer ausgeprägten Kauflaune befinden würden. Dies sollte sich auch weiterhin im GfK-Verbrauchervertrauensindex (Di., 21.12., 8 Uhr) niederschlagen. Für Januar rechne man mit einem neuerlichen Anstieg von 5,5 auf 5,7 Punkte.

In den USA werde noch eine ganze Reihe an Daten veröffentlicht. Das annualisierte BIP-Wachstum für das dritte Quartal (Mi., 22.12., 14.30 Uhr) könnte von den bislang gemeldeten 2,5% leicht nach oben korrigiert werden. Die Wiederverkäufe von Häusern (Mi., 22.12., 16 Uhr) und die Neubauverkäufe (Do., 23.12., 16 Uhr) sollten im November von den extrem niedrigen Niveaus des Vormonats etwas angezogen haben. Zudem rechne man beim Verbrauchervertrauensindex der Uni Michigan (Do., 23.12., 15.55 Uhr) mit einer Aufwärtsrevision des vorläufigen Wertes für Dezember von 74,2 Punkten auf 74,8 Punkte.

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft hätten die US-Bürger ihre Konsumlaune wiedergefunden. Die Einzelhandelsumsätze seien im November um 1,2% gestiegen. Der Zuwachs der Kernrate ohne Autoabsätze habe immerhin bei 0,8% gelegen. Dies lasse darauf schließen, dass die privaten US-Konsumausgaben (Do., 23.12., 14.30 Uhr) insgesamt im November ordentlich zugelegt hätten. Man erwarte gegenüber dem Vormonat ein Plus von 0,6%.

Die US-Industrie habe ihren Erholungskurs nach einer spätsommerlichen Schwächephase im Herbst wieder aufgenommen. Hierauf würden zumindest die aktuellen Produktionsdaten sowie die meisten Sentimentindikatoren hindeuten. Die zuletzt verfügbaren Auftragsdaten hätten allerdings gar nicht in das ansonsten durchaus positive Bild gepasst.

So seien die US-Auftragseingänge langlebiger Güter (Do., 23.12., 14.30 Uhr) unter Herausrechnung der volatilen Transportgüteraufträge im Oktober um 2,7% gefallen. Dieser Rückgang sollte im November weitgehend korrigiert werden. Die Analysten würden mit einem Zuwachs von 2,2% rechnen. Einschließlich der Transportgüter würden sie aber lediglich ein Plus von 0,2% erwarten, da eine außergewöhnlich geringe Zahl von Flugzeugbestellungen das Ergebnis gedrückt haben sollte. (17.12.2010/ac/a/m)