Internationale Konjunkturdaten – Wochenvorschau

Frankfurt (www.fondscheck.de) – Auch wenn die Rezession im Euroland im ersten Quartal noch nicht endet, so ist doch der Stimmungsumschwung bei Unternehmern und Konsumenten im Gang – dies dürfte auch das Economic Sentiment für Euroland im Januar zum Ausdruck bringen, so die Analysten der DekaBank.

Das hätten bereits der ZEW-Index und die Einkaufsmanagerindizes für den Januar gezeigt. Daraus würden sich auch keinerlei Bremsspuren durch die jüngste Krise in Zypern herauslesen lassen. Die Brandmauer, bestehend aus EFSF/ESM und Europäischer Zentralbank, gegen Ansteckungseffekte stehe.

Zum Jahresende 2012 sei das Wirtschaftswachstum der USA vom Hurrikan „Sandy“ und maßgeblich auch von der Unsicherheit rund um die fiskalische Klippe und die Euro-Schuldenkrise ausgebremst worden. Die Netto-Exporte hätten stagniert, die Investitionen seien geschrumpft. Lediglich der Konsum habe gestützt, so dass das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal nur schwach ausfallen dürfte. Somit belaufe sich das US-Jahreswachstum 2012 auf 2,2%. Dies sei zwar stärker als in 2011 (1,8%), doch gemessen am Potenzialwachstum von etwa 2,6% immer noch nicht zufriedenstellend.

In Deutschland dürfte die Inflation zu Beginn des Jahres leicht angezogen haben. Zwar sollten sich die ungewöhnlich starken saisonbedingten Preiserhöhungen aus dem Dezember, z.B. bei Pauschalreisen, allmählich wieder zurückbilden. Auch seien die Preise von Benzin, Diesel und Heizöl im Monatsvergleich in etwa unverändert geblieben. Jedoch mache sich nun die Umlage zugunsten erneuerbarer Energien erstmals in den Strompreisen bemerkbar. Die Analysten würden deshalb davon ausgehen, dass die Jahresrate des HVPI im Januar vorübergehend auf 2,2% ansteige. (25.01.2013/fc/a/m)