Internationale Konjunkturdaten: Wochenvorschau

Frankfurt (www.fondscheck.de) – Anfang des Jahres wurden in den USA eine Erhöhung der Einkommensteuer und vor allem eine Anhebung der Sozialversicherungsbeiträge um zwei Prozentpunkte beschlossen. Die privaten Haushalte scheinen diese finanzielle Belastung kaum gespürt zu haben, so die Analysten der DekaBank.

So erwarte man für die Einzelhandelsumsätze im Januar zwar einen unterdurchschnittlichen Anstieg. Einen nennenswerten Einbruch würden bereits vorliegende Umsatzdaten jedoch nicht andeuten. Weder seien die Autoverkäufe schwach gewesen, noch habe bei der Benzinnachfrage ein Rückgang stattgefunden. Daten zu den Verbrauchermärkten seien sogar überaus kräftig gewesen.

Das Statistische Bundesamt habe bei der Vorstellung des vorläufigen Jahresergebnisses schon ausgeplaudert, wie die Veränderung des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal 2012 ausfallen könnte: Eine Schrumpfung um 0,5% qoq. Die jüngsten Konjunkturindikatoren würden diese für die damaligen allgemeinen Erwartungen überraschend schlechte Prognose unterstützen. Produktion, Exporte und Einzelhandelsumsätze seien zum Teil merklich gesunken. Die Analysten würden daher eine Schrumpfung um 0,5% qoq mit dem Risiko einer negativen Überraschung erwarten.

Es sei sicher, dass Euroland im vierten Quartal 2012 nicht der Rezession entkommen sei. Das BIP dürfte im Vergleich zum Vorquartal spürbar geschrumpft sein. Dies würden nicht nur die Stimmungsindikatoren andeuten, sondern auch die „harten“ Daten aus der Realwirtschaft, wie z.B. die Industrieproduktion. Neben die allseits bekannten Problemfälle in Euroland würden nun im vierten Quartal auch Deutschland und Frankreich hinzutreten. Keine der fünf größten Volkswirtschaften der Währungsunion dürfte im vierten Quartal gewachsen sein. (08.02.2013/fc/a/m)