Internationale Konjunkturdaten: Wochenvorschau

Frankfurt (www.fondscheck.de) – Die Einkaufsmanagerindices für Euroland dürften im Februar insgesamt ein weiteres Mal zugelegt haben, so die Analysten der DekaBank.

Es gebe zwar aktuelle Themen, die wie die Banken in Zypern oder die Wahlen in Italien Verunsicherungspotenzial in sich bergen würden, gleichwohl habe sich das globale Konjunkturumfeld hinreichend aufgehellt. Die Einkaufsmanagerindices für das Verarbeitende Gewerbe dürften hiervon profitieren. Für das erste Quartal 2013 rechne man immer noch mit einem leichten BIP-Rückgang in Euroland. Die Basis für ein Ende der Rezession sei aber gelegt.

Die gesunkenen US-Benzinpreise dürften im Januar dazu beigetragen haben, dass das Preisniveau insgesamt gegenüber dem Vormonat unverändert geblieben und die Inflationsrate auf ein Sechsmonatstief gefallen sei. Lasse man Lebensmittel und Energie außen vor (Kernrate), dann sei ebenfalls mit einer unauffälligen Preisentwicklung zu rechnen. Aufgrund von Basiseffekten dürfte die Kernrate damit auf den tiefsten Stand seit Mitte 2011 fallen. Zwei Tage zuvor würden im Zuge der Jahresrevision die Saisonfaktoren und Gewichte revidiert, sodass sich das Verlaufsbild noch ändern könnte.

Die Stimmung der deutschen Unternehmen habe nicht nur gedreht, sie sei in den vergangenen Monaten vielmehr sogar eindrucksvoll gestiegen. Die Analysten würden davon ausgehen, dass das ifo-Geschäftsklima im Februar zum vierten Mal in Folge zulegen werde. Euphorie sehe anders aus, aber immerhin dürfe man damit den Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal 2012 als Ausrutscher qualifizieren. Die Unternehmen dürften angesichts verbesserter globaler Frühindikatoren auf ein wieder anziehendes Auslandsgeschäft setzen. (15.02.2013/fc/a/m)