Internationale Konjunkturdaten – Wochenvorschau

Frankfurt (www.fondscheck.de) – Laut Schnellschätzung ist die Inflationsrate Eurolands im Januar überraschend kräftig auf 2,0% yoy zurückgegangen, so die Analysten der DekaBank.

Die mittlerweile vorliegenden nationalen Daten aus den Mitgliedsländern der Eurozone würden darauf hindeuten, dass Eurostat diesen Wert bestätigen werde. Zum einen habe sich der gestiegene Ölpreis im Januar noch nicht in den Verbraucherpreisen von Kraftstoffen und Heizöl bemerkbar gemacht. Zum anderen habe der Preisauftrieb in vielen anderen Bereichen nachgelassen, was sich in einer auf 1,4% gesunkenen Kerninflationsrate widerspiegeln sollte.

Der deutsche Arbeitsmarkt ruhe in sich selbst. Das würden auch die Daten für Februar bestätigen. Nach Ausschaltung des witterungsbedingten Einflusses auf die registrierte Arbeitslosigkeit erwarte man einen nur marginalen Anstieg der saisonbereinigten Zahl der Arbeitslosen. Zwar gehe das mit einer höheren Arbeitslosenquote einher, doch dürfte dies nur von temporärer Natur sein. Denn die Frühindikatoren würden schon jetzt auf ein schnelles Durchschreiten der deutschen Konjunkturdelle hindeuten.

Zu Beginn des Jahres sei in den USA unter anderem eine Anhebung der Sozialversicherungsbeiträge um zwei Prozentpunkte beschlossen worden. Dies mindere die persönlichen Einkommen im Januar um ca. 80 Mrd. USD. Hinzu komme, dass viele Unternehmen Dividendenausschüttungen auf den Dezember vorgezogen hätten, weil eine höhere Besteuerung Anfang 2013 gedroht habe. Dieser Effekt sei ca. 300 Mrd. USD schwer. Angesichts des Einkommensverlusts hätte man durchaus eine schwächere Konsumentwicklung erwarten können. Die Einzelhandelsumsätze würden aber eine solide Entwicklung signalisieren. (22.02.2013/fc/a/m)