Klöckner & Co: Neuer Großaktionär

Detmold (www.aktiencheck.de) – Die Experten vom „Frankfurter Tagesdienst“ raten bei der Aktie von Klöckner & Co (ISIN DE000KC01000/ WKN KC0100) ein Kauflimit bei 10 Euro zu setzen.

Am Dienstag habe der Einstieg des Essener Stahlhändlers Interfer für ein Kursfeuerwerk bei dem Wertpapier gesorgt. Es habe den Handel mit einem Plus von 15,71% bei 10,88 Euro beendet.

Interfer gehöre zum Reich des Dortmunder Baustoffmilliardärs Albrecht Knauf. Am Montagabend habe Interfer offiziell mitgeteilt, sich mit 7,8% an dem wesentlich größeren Duisburger Konkurrenten zu beteiligen. Am Dienstag sei der Aktienkurs dann sofort angesprungen. Am Markt seien fast zwangsläufig Spekulationen aufgekommen, dass man den Anteil noch weiter aufstocken könnte. Für den Vorstand von Klöckner & Co komme die Änderung im Aktionärskreis hingegen vollkommen überraschend.

Strategisch würden sich die Unternehmen sehr gut ergänzen. Die Essener, die im letzten Jahr rund 1 Mio. Tonnen Stahl abgesetzt hätten, seien insbesondere in Deutschland und Europa tätig. Klöckner & Co als global aufgestellter Stahlhändler mit starken Marktpositionen in den USA und Asien sei zuletzt auf einen Stahlabsatz von 7 Mio. Tonnen gekommen. Die Duisburger würden aktuell wegen der massiven Branchenflaute eine tief greifende Umstrukturierung durchmachen. Dabei hätten sich in den letzten Wochen die Anzeichen für eine Besserung der Lage verdichtet.

Insofern sei der Einstiegszeitpunkt von Knauf richtig gewählt gewesen, da das Papier (noch) mit einem Buchwertabschlag von 30 bis 40% notiere. Das Risiko halte sich damit für den neuen Großaktionär in Grenzen. Das gelte auch für Anleger, die einen technischen Rücksetzer zum Einstieg bei dem hochvolatilen Wert nutzen möchten.

Als Kauflimit für eine erste Position bei der Klöckner & Co-Aktie empfehlen die Experten vom „Frankfurter Tagesdienst“ deshalb vorsichtige 10 Euro. (Ausgabe 26 vom 20.02.2013) (21.02.2013/ac/a/d)

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