Klöckner: Stopp-Buy-Limit bei 9,71 Euro

Detmold (www.aktiencheck.de) – Die Experten vom „Frankfurter Börsenbrief“ raten bei der Klöckner-Aktie (ISIN DE000KC01000/ WKN KC0100) das Stopp-Buy-Limit bei 9,71 Euro zu setzen.

Wer auf das Wertpapier setze, brauche Nerven mit Stahlseilen. Als Stahl- und Metallhändler bewege man sich in einem äußerst zyklischen Marktumfeld. Was das für das Papier bedeuten könne? Von etwa 5 Euro in 2009 sei es rauf auf 23 Euro in 2011 und schließlich auf ca. 6,50 Euro in 2012 gegangen. Also Achterbahn hoch zehn, und natürlich könne es damit kein Dauerinvestment sein. Doch wer geschickt auf der Welle reite, bekomme hier ein hoch zweistelliges oder sogar dreistelliges Performance-Potenzial, besonders dann, wenn die optimistische Konjunkturerwartung der Experten greife.

Die jüngeren Äußerungen von Cheflenker Gibsert Rühl würden mehr als hellhörig machen: „Im Laufe des Jahres dürften die Investitionen weltweit wieder hochgefahren werden.“ Das Restrukturierungsprogramm sehe er als so gut wie abgeschlossen an. Man habe sich den Abbau von 1.800 Stellen vorgenommen. Dies sei dem Vernehmen nach zu zwei Dritteln auch schon erfolgt. Das bedeute eine bereinigte Basis als Vorbereitung für den nächsten Aufschwung. Woher könnte dieser kommen?

Das wesentliche Wachstumsticket sei der Konjunkturverlauf in den USA, da eine Re-Industrialisierung der USA auch erneut Stahl-Nachfrage heiße (Umsatzanteil per 2011 ca. 28% und damit ebenso schwergewichtig wie Deutschland/Osteuropa. Nächstgrößere Regionen seien Frankreich/Belgien mit 16% und die Schweiz mit 13% Anteil). Dahinter kämen nur Länder im einstelligen Prozentbereich, in Spanien z.B. seien es gerade mal 4% gewesen. Dies sei wichtiger als die eher unrühmliche jüngere Historie bezüglich der Unternehmensentwicklung.

Per 30.09.2012 sei das bilanzielle Eigenkapital mit 1.763 Mio. Euro angegeben worden (Eigenkapitalquote: ca. 40,5%). Dies vergleiche sich mit einem aktuellen Börsenwert von gerade mal ca. 945 Mio. Euro. Ferner habe es per 30.09. einen Cash-Berg von etwa 655,6 Mio. Euro gegeben. Dies relativiere sich zwar durch die ebenfalls nicht unwesentliche Verschuldung (Finanzverbindlichkeiten: ca. 1,24 Mrd. Euro), sei jedoch gleichwohl indikativ für strategische Flexibilität, um Wachstumsmöglichkeiten auch nutzen zu können.

Wenn das Unternehmen aus dem Krisen-Modus in einen Wachstums-Modus findet, besteht bei der Klöckner-Aktie eine Verdoppelungschance im Kurs, so die Experten vom „Frankfurter Börsenbrief“. Das Kursziel werde bei 19,00 Euro gesehen. Das Stopp-Loss-Limit sollte bei 6,88 Euro platziert werden. (Ausgabe 5 vom 02.02.2013) (04.02.2013/ac/a/d)

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