K+S: Kali-Preis stabil geblieben – Rally trotzdem vorbei

Westerburg (www.aktiencheck.de) – Der Chef des Kali- und Salzherstellers K+S zeigt sich wenig beeindruckt von den
Drohgebärden des russischen Weltmarktführers Uralkali.

In einem Interview mit der Welt hat sich der CEO des Kasseler
Düngemittelkonzerns zu den aktuellen Turbulenzen am Kali-Markt geäußert.

Bislang sei es bei den Ankündigungen der Russen geblieben, an den Kali-Preisen
habe sich noch nichts verändert.

Damit bestätigen sich die Aussagen von Potash Corp. CEO Bill Doyle letzte
Woche. Der hatte behauptet, dass es einzelnen Unternehmen gar nicht möglich
sei den Kali-Preis zu beeinflussen. Das Kali-Geschäft sei ein komplexes Just-in-
Time-Geschäft mit hohen Anforderungen an die Logistik und Infrastruktur sowie
Effizienz und Qualität. Da könnten die Russen und Weißrussen in Nordamerika
und Europa gar nicht bieten. Dort sei Uralkali nur ein kleiner Player.

Nichts wird also so heiß gegessen wie es gekocht wird. Wobei die tatsächlichen
Auswirkungen der Erhöhung der Produktionsmengen durch Uralkali wohl erst
mittelfristig spürbar werden dürften.

Am Montag wird es mit der Erholungsrally der K+S-Aktie wohl trotzdem erst mal
vorbei sein. Darauf deuten zumindest die negativen Vorgaben in den USA hin.
Dort hatten alle drei führenden Kali-Hersteller jeweils rund zwei Prozent im NYSE-
Handel verloren.

Die K+S-Aktie gewann am Freitag +1,99% auf 18,20 Euro. (10.08.2013/ac/e/a)