Kupfer: Positive Konjunkturdaten und Angebotssorgen führen zu kräftigem Anstieg der spekulativen Netto-Long-Positionen

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Die Metallpreise starten ohne einheitliche Tendenz und verhalten in die neue Handelswoche, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Kupfer zum Beispiel notiere leicht schwächer knapp unter 8.300 USD je Tonne. Da die chinesischen Märkte aufgrund des Neujahrsfestes diese Woche geschlossen bleiben würden, dürfte sich dies in einem deutlich geringeren Handelsvolumen auch an den anderen Börsenplätzen wie z.B. der LME oder COMEX bemerkbar machen. Darüber hinaus würden zu Wochenbeginn zahlreiche weitere Märkte in Asien geschlossen bleiben, sodass zunächst Impulse fehlen würden.

Wie die CFTC-Daten zur Marktpositionierung zeigen würden, hätten die spekulativen Finanzanleger im Falle von Kupfer in der Woche zum 5. Februar ihre Netto-Long-Positionen stark um 57% auf 22.700 Kontrakte ausgeweitet. Dies entspreche dem höchsten Stand seit sieben Wochen. Die Finanzinvestoren hätten somit zum 2%-igen Preisanstieg von Kupfer in der Beobachtungsperiode beigetragen. Sie hätten sich dabei offensichtlich von positiven Konjunkturdaten sowohl aus China als auch den USA zu Monatsbeginn inspirieren lassen.

Daneben dürften auch aufgekommene Angebotssorgen eine Rolle gespielt haben. Denn die mongolische Regierung möchte mehr Kontrolle über das Kupferprojekt „Oyu Tolgoi“ erhalten, was die Inbetriebnahme der Mine, die maßgeblich zum erwarteten Angebotsüberschuss in diesem Jahr beitragen solle, verzögern könnte. (11.02.2013/ac/a/m)