LANXESS: Automobilkrise und negative Währungseffekte haben im 3. Quartal belastet

Essen (www.aktiencheck.de) – Ekkehard Link, Analyst der National-Bank AG, bewertet die LANXESS-Aktie (ISIN DE0005470405/ WKN 547040) nach wie vor mit dem Rating „kaufen“.

Der weltgrößte Hersteller von synthetischem Kautschuk habe auch während des dritten Quartals seines laufenden Geschäftsjahres zwei Belastungsfaktoren von zentraler Bedeutung zu spüren bekommen, die den Geschäftsgang schon seit Jahresanfang belasten würden: Zum einen sei da die Automobilkrise in vielen Teilen Europas zu nennen, die das Geschäft mit synthetischem Kautschuk für die Reifenindustrie belaste. Zum anderen ächze LANXESS wie derzeit viele im Euroraum ansässige Unternehmen unter der Stärkung des Euro-Außenwerts gegenüber den meisten anderen relevanten Weltwährungen.

LANXESS führe vor diesem Hintergrund sein bereits in der Vergangenheit initiiertes Sparprogramm fort, demzufolge bis Ende 2015 ca. 1.000 der vorhandenen 17.500 Stellen im Konzern gestrichen werden sollten. Dadurch entstehe im laufenden Jahr eine Kostenbelastung in Höhe von 50 Mio. Euro. Das gesamte Sparprogramm dürfte nach seinem Abschluss eine Belastung von ca. 150 Mio. Euro verursacht haben. Dagegen stünden ab 2015 jährliche Einsparungen in Höhe von ca. 100 Mio. Euro. Die Unternehmensleitung erwarte nun für das Gesamtjahr nur einen bereinigten operativen Gewinn (EBITDA) in Höhe von 710 bis 760 Mio. Euro (nach zuvor 700 bis 800 Mio. Euro).

Die verhaltene Unternehmensentwicklung treffe auf entsprechend geringe Markterwartungen. Auf dem gegenwärtigen Bewertungsniveau würden viele der geschilderten Belastungen im Aktienkurs vorweggenommen erscheinen. Bereits eine moderate Konjunkturerholung im kommenden Jahr könnte bei LANXESS eine Gewinnwende einleiten.

Die Analysten der National-Bank AG bestätigen ihr „kaufen“-Votum wie auch das mittelfristig erreichbare Kursziel von ca. 60,00 Euro für die LANXESS-Aktie. (Analyse vom 13.11.2013) (13.11.2013/ac/a/d)

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