Linde: Mit Power in die Depots der Anleger

Westerburg (www.aktiencheck.de) – Aktienanalyse Linde

Linde mit Power in die Depots der Anleger
Liebe Leserinnen und Leser,

es gibt sie noch, die guten alten Industrieunternehmen aus Deutschland, die einst
den Weltruf dieses Produktionsstandortes begründet haben. Die unsere
Wirtschaftskultur so maßgeblich geprägt und unseren volkswirtschaftlichen
Wohlstand gefestigt haben. Die sich allen modernistischen
Zerschlagungsbemühungen und den Zwängen der Fusionierungslogik unserer Zeit
widersetzen. Die dennoch erfolgreich arbeiten und sich gegen die wahnhaften
Deindustrialisierungsstrategien der grünen Zeitgeistlobbyisten behaupten.
Die Chemiebranche ist neben der Automobilindustrie und dem Maschinenbau der
dritte große Eckpfeiler unserer Wirtschaft.

Eine große Perle dieses Business ist der Lindekonzern. Zweifellos durchleidet der
Chemiesektor gerade eine tiefe Depression Dem deutschen Hersteller von
Industriegasen scheint dies aber wenig anzuhaben. Das liegt zum einen daran,
dass Industriegase unabhängig von Konjunkturschwankungen ein
Wachstumsmarkt sind. Zum anderen ist Linde sehr gut aufgestellt, so dass
vorübergehende Schwächen in einzelnen Teilmärkten ausgeglichen werden
können. In den meisten wichtigen Schwellenländern hat Linde eine marktführende
Position. Außerdem profitiert das Unternehmen vom Fracking-Gasboom in den
USA. Nicht zuletzt hat Linde im wichtigen Bereich der medizinischen Gase durch
die Übernahme des US-Unternehmens Lincare seine Marktposition ebenfalls
deutlich verbessert.

Im jüngsten Quartal stieg der Umsatz um 10,5 Prozent und die operative
Gewinnmarge betrug 24 Prozent. Es scheint deshalb auch nicht ausgeschlossen,
dass der Unternehmensgewinn in Bälde auf über 5 Milliarden Euro wachsen wird.
Das vorausschauende Management trug mit gewaltigen Sparprogrammen im
Volumen von über 700 Millionen Euro dazu bei, dass das Ergebnis so gut
ausgefallen ist.

Jetzt hat man bei Linde auch noch einen Auftrag aus Saudi Arabien an Land
gezogen. Der Münchener Konzern soll für den saudiarabischen Petrochemieriesen
Sabic die weltgrößte Anlage zur Abtrennung und Aufreinigung von Kohlendioxid
(CO2) bauen. Die Sabic-Tochter United Jubail Petrochemical Company wolle rund
1.500 Tonnen des Gases pro Tag aus Ethylen-Anlagen für die Weiterverwendung
abtrennen, teilte Sabic mit. Branchenkreisen zufolge hat der Auftrag an Linde ein
Volumen von etwa 70 bis 75 Millionen Dollar. Sabic zufolge soll die sogenannte
CCU-Anlage im Jahr etwa 500.000 Tonnen des Gases auffangen und abscheiden.
Wir sehen diese Neuengagement im NahenOsten sehr positiv.

Charttechnisch ist die Linde AG,die wir Ihnen in den nächsten Tagen näher
bezüglich des Geschäftsmodells und der Produkte vorstellen wollen, seit vier
Jahren parallel zum DAX in einem stabilen Aufwärtstrend. Bei 15 Euro befindet
sich ein heftiger Widerstand. Unterstützung hat diese Aktie bei 12 Euro. Wir
erwarten erst einmal eine ruhige Seitwärtsbewegung in einer schmalen Range
zwischen 12,50 und 14,79.

Die Linde-Aktie gewinnt aktuell +0,57% auf 147,797 Euro im Tradegate-Handel
(30.08.2013/ac/a/d)