Linde: Mit Power in die Depots der Anleger

Westerburg (www.aktiencheck.de) – Aktienanalyse Linde

Linde mit Power in die Depots der Anleger
Liebe Leserinnen und Leser,

es gibt sie noch, die guten alten Industrieunternehmen aus Deutschland, die einst den Weltruf dieses Produktionsstandortes begründet haben. Die unsere Wirtschaftskultur so maßgeblich geprägt und unseren volkswirtschaftlichen Wohlstand gefestigt haben. Die sich allen modernistischen Zerschlagungsbemühungen und den Zwängen der Fusionierungslogik unserer Zeit widersetzen. Die dennoch erfolgreich arbeiten und sich gegen die wahnhaften Deindustrialisierungsstrategien der grünen Zeitgeistlobbyisten behaupten. Die Chemiebranche ist neben der Automobilindustrie und dem Maschinenbau der dritte große Eckpfeiler unserer Wirtschaft.

Eine große Perle dieses Business ist der Lindekonzern (ISIN DE0006483001/ WKN 648300). Zweifellos durchleidet der Chemiesektor gerade eine tiefe Depression Dem deutschen Hersteller von Industriegasen scheint dies aber wenig anzuhaben. Das liegt zum einen daran, dass Industriegase unabhängig von Konjunkturschwankungen ein Wachstumsmarkt sind. Zum anderen ist Linde sehr gut aufgestellt, so dass vorübergehende Schwächen in einzelnen Teilmärkten ausgeglichen werden können. In den meisten wichtigen Schwellenländern hat Linde eine marktführende Position. Außerdem profitiert das Unternehmen vom Fracking-Gasboom in den USA. Nicht zuletzt hat Linde im wichtigen Bereich der medizinischen Gase durch die Übernahme des US-Unternehmens Lincare seine Marktposition ebenfalls deutlich verbessert.

Im jüngsten Quartal stieg der Umsatz um 10,5 Prozent und die operative Gewinnmarge betrug 24 Prozent. Es scheint deshalb auch nicht ausgeschlossen, dass der Unternehmensgewinn in Bälde auf über 5 Milliarden Euro wachsen wird. Das vorausschauende Management trug mit gewaltigen Sparprogrammen im Volumen von über 700 Millionen Euro dazu bei, dass das Ergebnis so gut ausgefallen ist.

Jetzt hat man bei Linde auch noch einen Auftrag aus Saudi Arabien an Land gezogen. Der Münchener Konzern soll für den saudiarabischen Petrochemieriesen Sabic die weltgrößte Anlage zur Abtrennung und Aufreinigung von Kohlendioxid (CO2) bauen. Die Sabic-Tochter United Jubail Petrochemical Company wolle rund 1.500 Tonnen des Gases pro Tag aus Ethylen-Anlagen für die Weiterverwendung abtrennen, teilte Sabic mit. Branchenkreisen zufolge hat der Auftrag an Linde ein Volumen von etwa 70 bis 75 Millionen Dollar. Sabic zufolge soll die sogenannte CCU-Anlage im Jahr etwa 500.000 Tonnen des Gases auffangen und abscheiden. Wir sehen dieses Neuengagement im NahenOsten sehr positiv.

Charttechnisch ist die Linde AG, die wir Ihnen in den nächsten Tagen näher bezüglich des Geschäftsmodells und der Produkte vorstellen wollen, seit vier Jahren parallel zum DAX in einem stabilen Aufwärtstrend. Bei 15 Euro befindet sich ein heftiger Widerstand. Unterstützung hat diese Aktie bei 12 Euro. Wir erwarten erst einmal eine ruhige Seitwärtsbewegung in einer schmalen Range zwischen 12,50 und 14,79.

Die Linde-Aktie gewinnt aktuell 0,57% auf 147,797 Euro im Tradegate-Handel (30.08.2013/ac/a/d)