Maispreis dürfte seinen Höhenflug fortsetzen

Frankfurt (aktiencheck.de AG) – Das Nationale Chinesische Getreide- und Ölinformationszentrum (CNGOIC) hat seine diesjährige Produktionsprognose für Mais gegenüber der vorherigen Schätzung um 3,5 Mio. auf 172,5 Mio. Tonnen angehoben, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Dies reiche jedoch nicht aus, um den steigenden heimischen Bedarf zu decken. Im Gegenteil: Der US-Getreiderat (USGC) erwarte für das Kalenderjahr 2011 eine Verfünffachung der chinesischen Maisimporte auf ein Rekordhoch von mehr als 7,4 Mio. Tonnen bzw. 350 Mio. Scheffel. Im Juli sei der Industrieverband noch von einem Importbedarf Chinas von 5,8 Mio. Tonnen ausgegangen. Damit würde das Reich der Mitte endgültig den Wechsel zu einem der weltweit größten Importländer bei Mais vollziehen. Bis einschließlich letztes Jahr sei China laut Angaben des USDA noch Netto-Exporteur gewesen. Der Maispreis dürfte daher seinen Höhenflug fortsetzen.

Würde China die benötigten Mengen ausschließlich aus den USA, dem größten Exporteur, beziehen, würde dies einem Nachfrageanstieg für US-Maisexporte von 15% entsprechen. Dies sei aber kaum zu bewerkstelligen, weil in den USA immer mehr Mais selbst zur Ethanolherstellung verwendet werde. Mittlerweile würden 37% der Maisernte in den USA zu Ethanol verarbeitet, künftig könnte dieser Anteil auf über 50% steigen. China versuche deswegen, seine Versorgungsbasis zu verbreitern und zukünftig mehr Mais beispielweise aus Argentinien zu importieren. Argentinien sei der weltweit zweitgrößte Maisexporteur. (17.12.2010/ac/a/m)