Maispreis mit längster Verluststrecke seit fünfeinhalb Jahren

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Die Vorhersage von Niederschlägen in den von Trockenheit geplagten Anbaugebieten im Mittleren Westen der USA und in Argentinien übt weiterhin Druck auf die Preise von Getreide und Sojabohnen aus, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Der Maispreis sei gestern den neunten Tag in Folge gefallen, was der längsten Verluststrecke seit fünfeinhalb Jahren entspreche. Zwischenzeitlich habe der Preis mit 6,85 USD je Scheffel nur knapp über dem Anfang Januar verzeichneten Sechs-Monatstief notiert. Der Weizenpreis habe mit 7,22 USD je Scheffel den niedrigsten Stand seit siebeneinhalb Monaten markiert. Der Sojabohnenpreis sei erstmals seit Mitte Januar wieder unter 14 USD je Scheffel gefallen. Nach Erachten der Analysten sei vor allem der Preisrückgang bei Weizen übertrieben. Denn an der Angebotslage habe sich in den letzten Wochen wenig geändert. Solange aber die Preise für Mais und Sojabohnen in Erwartung sehr guter Ernten in Südamerika und einer Angebotsausweitung in den USA unter Druck bleiben würden, dürfte sich auch der Weizenpreis mit einer Erholung schwer tun.

Der Großteil an preisbelastenden Nachrichten bei Mais, Weizen und Sojabohnen sollte auf dem gegenwärtigen Preisniveau bereits eingepreist sein. Aufschluss hierüber könnten die CFTC-Daten zur Marktpositionierung geben, welche am Freitag veröffentlicht würden und die Woche bis einschließlich Dienstag abdecken würden. Sollten die heutigen Exportzahlen des USDA zeigen, dass das gesunkene Preisniveau Nachfrager anlocke, könnte dies unterstützend auf die Preise wirken. (14.02.2013/ac/a/m)